Vor 25 Jahren

Mauchen – „Ernsthafter Wille kann nicht nur Bäume versetzen, sondern wie das Beispiel Mauchen beweist, auch ein marodes Schwimmbad wieder auf Vordermann bringen“, berichtete der Alb-Bote am 15. Juli 1994. „Seit einer Woche ist das bereits totgesagte Mauchener Schwimmbad wieder in Betrieb. Nicht nur heftiger verbaler Widerstand, sondern vor allem ein Kraftakt, was Eigeninitiative angeht, hat das kleine Wunder vollbracht. Was der zur Rettung gegründete Förderverein bisher auf die Beine stellte, hat Hand und Fuß. Herzstück ist eine gebrauchte Chlorierungsanlage, die zu einem günstigen Preis (800 Mark) von der Gemeinde Herrischried erworben wurde. Das kleine Häuschen für die Anlage wurde vom Förderkreis erstellt. Angeschafft wurde ein modernes Messgerät für die täglichen Wasserwerte. Viele Feierabend- und Wochenendstunden wurden von den Vereinsmitgliedern geopfert, um das Becken abzudichten und neu zu streichen, wie auch die Umkleidekabinen wieder hergerichtet wurden.“

Erzingen – „Wahre Höllenqualen musste in Erzingen ein junger Mischlingshund erleiden, der von seinen Besitzern kurzerhand in den Keller gesperrt wurde. Derweil begaben sich Frauchen und Herrchen zwecks Ferien in die Türkei“, berichtete der Alb-Bote am 25. Juli 1994. „Polizei und ein Vertreter des Tierschutzvereins befreiten den Vierbeiner schließlich aus seinem Verließ. Auf das Leiden des Hundes hatte eine Nachbarin aufmerksam gemacht, nachdem das Gebell des Hundes über Tage hinweg angedauert hatte. Der Hundehalter wird wegen Tierquälerei angezeigt.“

Vor 50 Jahren

Waldshut – Vor 50 Jahren flogen in unserer Heimat im Sommer wie gewohnt die Schwalben ihre kühnen Kurven, doch heute sind nur noch wenige dieser Flugkünstler bei uns zu sehen. Einen höchst ungewöhnlichen Platz für sein Nest hatte sich im Sommer 1968 ein Schwalbenpaar in Waldshut ausgesucht – die Küche einer Wohnung mitten in der Stadt. Dort hatten die Vögel auf der ringförmigen Küchenlampe ihr Nest gebaut und darin fünf Schwalbenkinder aufgezogen. Und diese kuriose Geschichte wiederholte sich, wie der Alb-Bote mit einem am 31 Juli 1969 veröffentlichten Foto bewies. Es zeigte das auf die Küchenlampe zurückgekehrte Schwalbenpaar, das dort erneut fünf Jungvögel großzog.

Vor 75 Jahren

Rheinheim – „Vor wenigen Tagen fiel das jüngste Söhnchen von Heilpraktiker Peter beim Spielen in den Rhein“, berichtete der Alb-Bote am 24. Juli 1944. „Die Stelle ist sehr tief und die Strömung sehr stark. Das Kind war schon einige Meter abgetrieben, als der Volksschüler Hermann Leute, der ein guter Schwimmer ist und zufällig in der Nähe war, dem Kind nachsprang und es vor dem Ertrinken retten konnte. Die mutige Tat des Jungen verdient Lob und Anerkennung. Der Vorfall soll aber auch als Mahnung für alle Eltern gelten, auf ihre Kinder bezüglich solch gefährlicher Situationen zu achten.“

Vor 100 Jahren

Immeneich – Im Sommer 1919 fanden überall im Land Baden Bürgermeister-wahlen statt, die jedoch nicht immer gleich ein Ergebnis hatten. So etwa in Immeneich. „Nachdem die jetzigen Altbürgermeister Schäuble und Gäng, von denen letzterer wieder aus Freiburg zurückgekehrt ist, eine Wiederwahl abgelehnt haben, spaltet sich die Einwohnerschaft in drei Teile“, schrieb der Alb-Bote am 30. Juli 1919. „Zwei Teile sind bezüglich der Wahlen teilnahmslos, der dritte Teil ist umso energischer und hat sich bei den zwei erfolgten Wahlen durchaus standhaft gezeigt, sodass die Kandidaten, Herr Mahler und Herr Berger, jedesmal die gleiche Stimmenzahl erhielten. Aber auch von diesen will, so man hört, keiner die Wahl annehmen.“ (hff)