Elmar Huber ist nicht unzufrieden. Der Inhaber der gleichnamigen Bad Säckinger Gebäudereinigungsfirma hat gemeinsam mit seinem Sohn Florian das Public Viewing zur Fußballweltmeisterschaft im Schlosspark organisiert und jetzt ein Resümee gezogen. „Wir sind ohne rote Zahlen rausgekommen“, ist Huber erleichtert – obwohl die deutsche Mannschaft bereits in der Vorrunde rausflog. Für ihn steht aber schon jetzt fest: Bei der EM 2020 möchte er im Schlosspark erneut eine solche Veranstaltung anbieten. Natürlich sei Voraussetzung, dass die Stadt ihm wieder die Nutzung des Schlossparks erlaubt – „und sich die deutsche Mannschaft qualifiziert“, fügt er schmunzelnd hinzu.

Das einzige deutsche Siegtor dieser WM und Jubel in der Huber-Arena im Schlosspark. Veranstalter Elmar Huber will zur EM 2020 erneut ein Public Viewing anbieten. Und am liebsten im Schlosspark. "Das wird von den Fußballfans so großartig angenommen", sagt er.
Das einzige deutsche Siegtor dieser WM und Jubel in der Huber-Arena im Schlosspark. Veranstalter Elmar Huber will zur EM 2020 erneut ein Public Viewing anbieten. Und am liebsten im Schlosspark. "Das wird von den Fußballfans so großartig angenommen", sagt er. | Bild: Rank, Marion

Die Resonanz bei den drei übertragenen Deutschland-Spielen sei „großartig“ gewesen, freut sich Huber. Beim ersten Spiel, jenem gegen Mexiko, besuchten 1100 Fußballfans das Huber-Public-Viewing im Schlosspark. „Mit einem solchen Andrang haben wir nicht gerechnet“, sagt Elmar Huber. Für das zweite Spiel haben er und sein Sohn dann vorgesorgt und beim Ordnungsamt eine Erhöhung der zulässigen Besucherzahl auf 1500 beantragt. Und erneut war beim Schweden-Spiel die Grenze ausgereizt. Zum Spiel gegen Südkorea kamen dann nochmals 1200 Besucher, berichtet sein Sohn Florian Huber. Im Durchschnitt seien die Zahlen damit doppelt so hoch gewesen, wie bei früheren Public Viewings in Wallbach oder bei Götz und Moritz. Die übertragenen Spiele der Schweizer Mannschaft seien jeweils mit um die 200 bis 300 Besuchern weniger gut besucht gewesen.

Die Stimmung unter den Zuschauern immer sehr entspannt gewesen, berichten beide. Es sei zu keinen Aggressionen oder Handgreiflichkeiten gekommen. Auch mit dem Verpflegungssystem sind sie zufrieden. An den Ständen habe es sehr gut funktioniert. Die Bon-Ausgabe sei bei der zweiten Übertragung verbessert worden. „Anfänglich hatten wir Eintrittskasse und Bon-Verkauf am Eingang“, berichtet Elmar Huber, „da hat sich dann aber eine riesige Schlange gebildet.“ Beim Schweden-Spiel haben sie reagiert und beides voneinander getrennt. „Gut, man lernt halt immer dazu“, sagt Huber.

Huber spendet als Dankeschön für die Unterstützung 1000 Euro in die Bürgerstiftung und 500 Euro an den DRK-Ortsverband Bad Säckingen. Gleichzeitig bedankte er sich bei den Sponsoren, die diese Veranstaltung möglich gemacht hätten. Ein besonderer Dank ging auch an den SÜDKURIER als Medienpartner, der das WM-Public-Viewing intensiv mitbegleitet hatte.

„Schade“, sagt Huber rückblickend über das frühe Ausscheiden. Weitere vier Spiele bis zum Finale seien möglich gewesen. „Und wir hätten für alle Spiele bestes Wetter gehabt, das wäre für Bad Säckingens Fußball-Fans ein toller WM-Sommer geworden.