Drei mutmaßliche Einbrecher, die auf der Flucht vor einer Kontrolle der Kantonspolizei Aargau in den Rhein gesprungen sind, haben am Freitagabend einen Großeinsatz der Rettungskräfte zwischen Bad Säckingen und Schwörstadt ausgelöst. Am gesamten Rheinabschnitt waren die örtlichen Feuerwehren, Polizei, Technisches Hilfswerk, DLRG und Deutsches Rotes Kreuz mit Suchscheinwerfern unterwegs, um die Männer aus dem Rhein zu bergen. Zwei der Männer konnten schließlich gegen 22.30 Uhr völlig durchnässt aufgegriffen werden und nach einer Untersuchung im Spital festgenommen. Vom dritten fehlt bislang jede Spur. Dies teilt die Kantonspolizei mit.

Bild: Kantonspolizei Aargau

Im Rahmen einer Großfahndung im gesamten Kanton Aargau, an der insgesamt 150 Polizeibeamte teilnahmen, wurden die drei gegen 21.45 Uhr in der Hauptstraße in Frick in ihrem BMW mit deutschem Kennzeichen kontrolliert. Der unbekannte Fahrer missachtete jedoch das Haltezeichen und fluchtete. Die Polizei loste sofort eine Fahndung aus und zog den Polizeihelikopter sowie Hundefuhrer hinzu. Wenig spater durchbrach der Wagen in Munchwilen eine Straßensperre der Grenzwache und setzte die Flucht in Richtung Stein fort. Noch bevor die nachfolgende Grenzwache dort eintra, kam es zu einem Unfall des flüchtenden BMW. Die Grenzwachter sahen noch, wie drei Personen in Richtung Rhein davonrannten und dort trotz winterlicher Temperaturen in den Fluss sprangen. Sofort wurden Boote der Feuerwehr Mohlin und der deutschen Polizei sowie der Helikopter angefordert, um nach den Schwimmern zu suchen. Im Auto fande die Polizei Einbruchsutensilien.

Insgesamt konnte die Kantonspolizei bei der Großfahndung im gesamten kantonsghebiet am Freitagabend 13 Personen festnehmen, davon zehn mutmaßliche Einbrecher. Ihr Herkunft ist international: es handelt sich um zwei Rumänen, einen Franzosen, vier Albaner, einen Kroaten, einen Afghanen und einen Südamerikaner aus Chile.

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Hintergrund der groß angelegten Aktion: Die Zeit zwischen dem Beginn der Winterzeit und dem Jahresende ist laut Kantonspolizei die Hochsaison von Einbrechern. In den vergangenen Wochen hat die Kantonspolizei einen markanten Anstieg der
Einbrüche in dieser Zeit registriert. Mit dem Ziel, Einbrüche zu verhindern und Täter zu fassen, organisiert die Kantonspolizei deshalb Fahndungsaktionen, wie der Großeinsatz am Freitag. Die Aktion dauerte vom frühen Nachmittag bis in die späte Nacht. Sie umfasste laut Polizei Verkehrskontrollen an Autobahnausfahrten und entlang wichtiger Verkehrsachsen. Außerdem hielten die Polizisten in Wohngebieten Ausschau nach verdächtigen Personen und kontrollierten an Bahnhöfen. Im Einsatz waren neben der Kantonspolizei Patrouillen des Grenzwachtkorps, der Regionalpolizeien, der Transportpolizei SBB und ein Helikopter der Kantonspolizei Zürich mit Wärmebildkamera.