Nach zweieinhalbjähriger Vorbereitungszeit haben am Donnerstagabend zehn Zurzibieter Gemeinden zeitgleich abgestimmt, jeweils an einer außerordentlichen Gemeindeversammlung. An allen zehn Gemeinden wurde ein und dieselbe Frage gestellt: „Wollen Sie den Vertrag über den Zusammenschluss der zustimmenden Einwohnergemeinden zur Einwohnergemeinde Zurzach auf den 1. Januar 2022 genehmigen?“

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Sieben Gemeinderäte der Aargauer Gemeinden Bad Zurzach, Baldingen, Böbikon, Kaiserstuhl, Rekingen, Rümikon und Wislikofen hatten den Fusionsvertrag des Projekts „Rheintal+„ ihren Stimmbevölkerungen zur Annahme empfohlen. Die Gemeinderäte Fisibachs, Mellikons und Rietheims empfahlen ihn zur Ablehnung.

Nur eine Gemeinde lehnt Fusion ab

Damit die Fusion gelingen kann, galt: Mindestens vier Gemeinden plus der Bezirkshauptort Bad Zurzach müssen dem Vertrag zustimmen (das so genannte 4+1-Modell). Dieser Anforderung kamen die Stimmberechtigten deutlich nach. Einzig Fisibach schickte den Fusionsvertrag bachab. Mit 31 zu 136 Stimmen folgte die Stimmbevölkerung der Empfehlung ihres Gemeinderats. Gegen die Empfehlung des Gemeinderats stemmten sich die Rietheimer und Melliker.

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„Das ist ein historischer Erfolg. Ein Resultat, das ich in dieser Klarheit nicht für möglich gehalten hätte“, sagte Bad Zurzachs Ammann Reto S. Fuchs.

Bild: Müller, Cornelia

Wie geht es nun weiter?

In den neun Gemeinden, die mit Ja für die Reform stimmten, folgt am 8. September die für Fusionen obligatorische Urnenabstimmung über den definitiven Zusammenschluss. In Fisibach, wo am Donnerstag deutlich mehr als ein Fünftel aller Stimmberechtigen den Fusionsvertrag ablehnten, ist das Projekt definitiv vom Tisch.