Nachbarschaftshilfe, vor allem für ältere Menschen, wird auch am Hochrhein immer wichtiger. Seit 2017 unterstützt auch der Landkreis Helferorganisationen, die gesetzliche Anforderungen erfüllen, mit Geld. Zwischen Klettgau und Wehr sind dies zehn Gruppen, weitere sechs Dienste auf völlig freiwilliger Basis haben sich ohne amtliche Anerkennung organisiert, drei sind in der Planungsphase.

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In den vergangenen Jahren habe sich einiges getan, der Bedarf sei eindeutig gewachsen, stellte im Kreissozialausschuss Ulrike Klein fest, beim Kreissozialamt zuständig für die Nachbarschaftshilfen. Zu den bisher 16 Organisationen kommen bald drei weitere: In Waldshut-Tiengen war bereits die Gründungsversammlung, die auch in Höchenschwand bevorsteht; in Laufenburg stellt sich der Seniorenrat auf. Die Initiativen sind teilweise über Gemeindegrenzen hinaus organisiert. 2016 waren es noch drei Gruppen.

Zuschüsse für anerkannte Gruppen

Die zehn anerkannten Nachbarschaftshilfen genießen den Vorteil öffentlicher Zuschüsse. Bedingung ist eine Grundlagenschulung der Helfer von 30 Stunden und die Teilnahme an Fortbildungen. Für anerkannte Initiativen kann auch der Entlastungsbetrag von 125 Euro je Monat, der mit dem zweiten Pflegestärkungsgesetz für alle Pflegebedürftigen bereitgestellt wurde, eingesetzt werden.

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Der Kreis stellt für den Auf- und Ausbau der Hilfen im Jahr 10 000 Euro zur Verfügung, die auch abgerufen werden. Bei der Neugründung sei die Förderung besonders wichtig, stellt Landrat Martin Kistler fest, um Versicherungen, Werbung und technische Ausstattung zu finanzieren. Er lobte die Entwicklung, auch wenn er sich weniger Bürokratie gewünscht hätte.

Initiativen leisten wichtige Arbeit

Kreisrat Manfred Weber (CDU) stellte als Bürgermeister von Küssaberg fest, dass dort die 2014 gegründete Initiative unentbehrlich geworden sei. Für die anerkannten Organisationen sind die Aufgaben durch Auflagen der Behörde beschränkt, bestätigte Ulrike Klein auf Anfrage von Sylvia Döbele (SPD). Schwerpunkte seien die Betreuung und Entlastung älterer Menschen, Pflege- oder Putzdienste sollen die Ehrenamtlichen dagegen nicht übernehmen.

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