“Noch diese Meisterschaft und die WM, dann ist Schluss“, lautet das Statement der 47-jährigen Sportlerin. Damit endet ein Ritt über Stock und Stein, der Sabine Spitz zur MTB-Queen machte. Keine nationale Cross-Fahrerin sammelte auch nur annähernd so viele Titel, vor allem aber rückte sie den Sport in den Fokus der Öffentlichkeit.

Eine Sportlerin mit eine beeindruckenden Leistungsbilanz

2001 fuhr Sabine Spitz ihren ersten DM-Erfolg heraus. Es folgten 117 Weltcup-Einsätze, zwei WM- und vier EM-Goldmedaillen und jedes Jahr mindestens ein Titel. Ihr olympischer Schatz: Bronze 2004 in Athen, der ganz große Coup folgte 2008 in Peking mit Gold, 2012 in London dann die Silbermedaille. Im August 2018 erklärte sie ihren Rücktritt von der Disziplin Cross Country, betonte aber weiterhin Marathon-Wettbewerbe bestreiten zu wollen.

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In diesem Jahr standen die long runs auf ihrem Rennkalender, zuvor hatten zahlreiche
Verletzungen weitere Top-Platzierungen verhindert. Bemerkenswert, wie die
Naturliebhaberin immer wieder Tiefs überwand und hochmotiviert an die Startlinie
zurückkehrte. Vom IOC durfte sie eine Auszeichnung für die konsequente Anti-Doping-
Haltung entgegennehmen.

BDR-Präsident Scharping würdigt Spitz als Vorbild

BDR-Präsident Rudolf Scharping: “Sie war über Jahrzehnte eine der erfolgreichsten
deutschen Radsportlerinnen und hat mit ihrem Medaillensatz olympische Geschichte
geschrieben. Darüber hinaus ist sie bis heute ein Vorbild für junge Athletinnen, die
ihre Disziplin, ihr Durchhaltevermögen auch in schwierigen Situationen und ihr
freundliches Wesen bewundern. Wir würden uns freuen, wenn Sabine Spitz ihre große
Erfahrung auch im Bereich von Jugend und Nachwuchs weitergeben würde.“

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Mit der aktuellen Cross-Country-Europameisterin und Weltranglisten-Ersten Neff lieferte sich Sabine intensive Duelle, oft ging es um knapp aber stets fair zu. “Sie
hat ihr Weltklasse-Niveau über Jahrzehnte aufrechterhalten. Dabei ist sie nicht nur
Expertin für den MTB-Sport, sondern beinahe ein wandelndes Lexikon in vielen
Fachgebieten, die sich intensiv damit beschäftigt, Gesundheit und Lebensstil zu
optimieren. “ Die 26-jährige Schweizerin weiter: “Ihre Olympiamedaillen sind nicht
nur Lohn für jahrelange Arbeit, sondern auch ein Zeichen für alle Menschen: Wer sich
um seine Gesundheit und sein Wohlergehen kümmert, wird Früchte ernten. Sie hat
der Sportwelt große Emotionen geschenkt – dafür danke Sabine.“

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Und was kommt als nächstes? “Mountainbike ist und bleibt meine Passion“, sagt sie.
MTB-Coaching und Co-Moderation bei Red Bull TV am Rande der Weltcup-Parcours
stehen auf dem Plan, für Tourismus-Projekte kann sie künftig mehr Zeit aufwenden.
“Natur, Bewegung, Gesundheit werden für mich immer Priorität besitzen.“