Kreis Waldshut Kreis Waldshut profitiert nicht vom Tourismusboom

Der Tourismus in Baden-Württemberg boomt. Die Übernachtungszahlen liegen 2017 bereits nach neun Monaten rund zwei Prozent über dem Rekordjahr 2016. Von dieser Entwicklung kann der Landkreis Waldshut allerdings nicht profitieren. Hier sank die Zahl der Übernachtungen bis September 2017 im Vergleich zum Vorjahr. Dafür kommen mehr ausländische Gäste als im landesweiten Vergleich in die Region.

Kreis Waldshut (zds) Der Tourismusmotor brummt weiterhin zuverlässig. Baden-württembergweit liegen die Übernachtungszahlen nach neun Monaten rund zwei Prozent über dem Rekordjahr 2016. Regional sieht es allerdings nicht überall so rosig aus. Der Kreis Waldshut steht leider auch auf der Verliererseite: 1 094 740 Übernachtungen meldeten die Beherbergungsbetriebe für das erste Dreivierteljahr 2017 an das Statistische Landesamt. Das sind 17 100 Übernachtungen weniger als in den ersten neun Monaten des Vorjahres.

Im direkten Vergleich fiel der Monat September landesweit besser aus als vor einem Jahr: So wollten 3,2 Prozent mehr Gäste übernachten und taten dies ein Prozent öfter als im Vergleichsmonat September 2016. Somit reisten in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres 16,6 Millionen Menschen ins Ländle (plus 3,3 Prozent), sie übernachteten 41,1 Millionen mal (plus 1,7 Prozent).

Im Kreis Waldshut zeigt die Gästezahl ebenfalls nach oben. Bisher zog es 320 713 Übernachtungsgäste hierher, also 11 183 mehr als im Vorjahr. Klingeln die Kassen der Gaststätten, Restaurants, Ladenbesitzer und Dienstleister bereits durch die Tagesgäste, füllen vor allem die Übernachtungen die Kassen der Hoteliers und Vermieter. 1 094 740 Übernachtungen sind es im Kreis bislang, und damit 17 100 weniger als in den ersten neun Monaten des Vorjahres. Ausgehend von geschätzten durchschnittlichen 70 Euro Umsatz pro Übernachtung, macht das 1 197 000 Euro weniger Umsatz für die Anbieter. Mit Blick auf die jüngste Entwicklung kamen im September 136 661 Übernachtungen hinzu (Vorjahr: 135 839).

Viele Gründe führen in den Südwesten – Urlaub, Kultur und Berufliches. So freuen sich derzeit die Hoteliers und Vermieter in Baden-Württemberg über zusätzliche rund 669 000 Übernachtungen. Darunter sorgten die Inlandsgäste für ein Plus von 538 000 Übernachtungen (plus 1,7 Prozent) und die Auslandsgäste von rund 131 000 (plus 1,5 Prozent). Unterm Strich reisten im ersten Dreivierteljahr knapp 4,0 Millionen Gäste aus dem Ausland an (plus 3,0), in der Summe übernachteten sie neun Millionen mal.

Der Kreis Waldshut präsentiert sich in der Gästeverteilung derzeit folgendermaßen: bislang schlugen hier 222 665 Übernachtungsgäste aus Deutschland auf, weitere 98 048 Gäste kamen aus dem Ausland (Vorjahr: 90 970). Die Auslandsgäste buchten 261 312 Nächte (Vorjahr: 253 075 Nächte). Deutsche übernachteten 833 428 mal (Vorjahr: 858 765 mal). Bisher steuerten damit die Auslandsübernachtungen 23,9 Prozent des Umsatzes bei, sofern für alle die gleichen Preise gelten (Landeswert: 21,8 Prozent).

In die Fremdenverkehrsstatistik des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg fließen alle Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Gästebetten oder Campingstellplätzen ein. Als Übernachtungsgäste gelten (Kurz-)Urlauber sowie Geschäftsreisenden.

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