Der Bund will gemeinsam mit den Ländern 100 000 zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder unter sechs Jahren finanzieren. Auch die Qualität der Betreuung soll verbessert werden. „Der Bedarf nach guter Kindertagesbetreuung reißt nicht ab, ganz im Gegenteil“, bekräftigte die CDU-Bundestagsabgeordnete Gabriele Schmidt in einer Medienmitteilung. „Daher ist es außerordentlich wichtig, in den Ausbau und damit in die Zukunft zu investieren“, fügte die Politikerin hinzu.

Das Bundeskabinett hat dazu das „Gesetz zum weiteren quantitativen und qualitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung“ beschlossen. Bis 2020 stellt der Bund gut 1,1 Milliarden Euro zur Verfügung. Mit dem Gesetzentwurf wird ein viertes Investitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung 2017 – 2020“ aufgelegt. Es regelt die Finanzierung von 100 000 zusätzlichen Plätzen in Kitas, Kindergärten und bei Pflegeeltern. Im Unterschied zu bisherigen Programmen umfasst das neue Investitionsprogramm nicht nur Plätze für unter dreijährige Kinder, sondern für alle Kinder bis zum Schuleintritt.

Darüber hinaus stehen für den Bereich der sprachlichen Bildung in Kitas zusätzlich 600 Millionen Euro für den Zeitraum 2017 bis 2020 zur Verfügung. Den Großteil der Mittel wird für eine Verdoppelung der „Sprach-Kitas“ genutzt werden. Mit dem Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ unterstützt das Bundesfamilienministerium seit Anfang 2016 die alltagsintegrierte sprachliche Bildung in Kindertageseinrichtungen. Die zusätzlichen Mittel werden eingesetzt, um weitere rund 3500 Einrichtungen zu fördern und das Programm damit zu verdoppeln.

Aktuell wird das Kinderhaus Feuerkäfer in Albbruck als einzige Einrichtung im Wahlkreis der Abgeordneten gefördert. Die Kita Zelg in Wehr und das katholische Kinderhaus St. Marien in Waldshut-Tiengen befinden sich derzeit im Antragsverfahren.