Der hochradioaktive Schweizer Atommüll soll nicht an den Standorten der beiden Kernkraftwerke Leibstadt und Gösgen verpackt werden. Laut Mitteilung des Waldshuter Landratsamtes seien entsprechende Überlegungen der Kraftwerksbetreiber vom Tisch.

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Im Frühsommer war bekannt geworden, dass die Eigentümer der Atomkraftwerke prüfen wollen, ob abgebrannte Brennelemente nicht auf einem der beiden Kraftwerksgelände verpackt und für die Lagerung in dem geplanten Atommüll-Endlager fertiggemacht werden könnten.

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Allerdings, so das Landratsamt, bleibe der Standort des Zwischenlagers (Zwilag) in Würenlingen weiter im Rennen als Standort für eine zentrale Verpackungsanlage.

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Bei seinem Entscheid zu Etappe 2 auf dem Weg zu einem Endlager für Atommüll hatte der Schweizer Bundesrat die Möglichkeit eröffnet, dass die Nagra (Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle) auch Verpackungsanlagen außerhalb der Standortregionen prüfen kann.

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Bei der Vorstellung der Vorschläge für die so genannte Oberflächeninfrastruktur in den verbliebenen Standortregionen war im Frühjahr bekannt geworden, dass die Entsorgungspflichtigen, also die Betreiber der Kernkraftwerke Leibstadt und Gösgen, Machbarkeitsstudien in Auftrag geben wollen. Damit sollte geprüft werden, ob eine Brennelemente-Verpackungsanlage auch an ihren Kraftwerks-Standorten realisiert werden kann.

Provokation und Belastung

Diesen Überlegungen folgten massive Proteste von deutscher Seite. Der Waldshuter Landrat Martin Kistler und mehrere Bürgermeistern nannten die Pläne seinerzeit eine Provokation, die „das weitere Verfahren in Etappe 3 des Sachplanverfahrens schwer belasten“ würden.

Zwilag weiter im Rennen

Allerdings bleibe, so die Mitteilung aus dem Landratsamt, der Standort des atomaren Zwischenlagers (Zwilag) in Würenlingen für eine zentrale Verpackungsanlge weiter im Rennen. Dort werden heute schon die Castor-Behälter gelagert.

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