Die Freiwillige Feuerwehr Jestetten war in diesem Jahr Gastgeber für die Verbandsversammlung der Kreisfeuerwehr Waldshut. Die Gemeindehalle war gefüllt mit Kameraden der Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis sowie geladenen Gästen aus den Gemeinden, der Polizei, des Technischen Hilfswerks sowie des DRK.

Verbandsvorsitzender Ralf Rieple begrüßte nach einem musikalischen Auftakt des MV Altenburg die Bürgermeisterin von Jestetten, Ira Sattler, die Bürgermeisterin von Dettighofen, Marion Frei, Dezernenten Walter Scheifele sowie die Einsatzkräfte und Unterstützer der Freiwilligen Feuerwehr.

Verbandsvorsitzender Ralf Rieple berichtete zu Beginn von der verantwortungsvollen Verbandsarbeit und zuverlässigen Zusammenarbeit aller Verantwortlichen des Feuerwehrwesens im Landkreis. Betreut werden 5136 Mitglieder in den Einsatzabteilungen, der Jugendfeuerwehr, den Altersabteilungen sowie den Musikzügen.

In 32 Gemeindefeuerwehren mit 102 Abteilungen und sechs Werkfeuerwehren wird das System Brandschutz sichergestellt. Dabei sind Fortbildungsveranstaltungen und der ständige fachliche Austausch unabdingbar.

Ehrenamt wird zum Problem

Gegenüber den politischen Interessenvertretungen sowie dem Landesfeuerwehrverband Baden-Württemberg stellt sich der Kreisvorstand hinter die Interessen seiner Kameraden und findet kompetente Ansprechpartner auf Landesebene. Ralf Rieple: „Unser erstes Amtsjahr als Vorstand war kein leichtes. Gekennzeichnet von enger vertrauensvoller Zusammenarbeit müssen wir feststellen, dass neue Wege gegangen werden müssen.“

Feuerwehrdienst flächendeckend ehrenamtlich zu bewerkstelligen wird mehr und mehr ein Problem, besonders im Bereich Prüf- und Instandsetzung. „Ein wesentlicher Faktor ist da die Zeit“, so Ralf Rieple.

Zusätzlich neben dem normalen Feuerwehrdienst fachlich gut geschultes Personal auch für Wartungen, Dokumentationen und Verwaltungsarbeiten einzusetzen, wird schwierig. In naher Zukunft wird hauptamtliches Personal notwendig sein.

Ausrüstung mit Digitalfunk

Die Digitalfunkausrüstung der Feuerwehren konnte vorangetrieben werden. Die Integrierte Leitstelle ist inzwischen vollumfänglich abgenommen und ausgerüstet. Einige Gemeindefeuerwehren warten noch auf den digitalen Zugang.

Im Jahresbericht von 2018 verdeutlichte Kreisbrandmeister Dominik Rotzinger mit eindrucksvollen Bildern vom Großbrand des Europaparks Rust die verantwortungsvolle Aufgabe aller Einsatzkräfte der Feuerwehren und Hilfskräfte. Nur gut organisiert seien solche Großeinsätze erfolgreich durchzuführen. „Dabei sind die gelehrten Schritte der Herangehensweise zur Brandbekämpfung genauso abzuarbeiten wie im Kleinen“, mahnte Dominik Rotzinger abschließend.