Vor 25 Jahren

Kreis Waldshut – „Schwere Kopfverletzungen zog sich ein 11-jähriger Schüler in Bad Säckingen zu, als er durch die Decke über der Aula der Hindenburgschule brach“, berichtete der Alb-Bote am 3. April 1993. „Der Junge war mit einigen Klassenkameraden verbotenerweise auf den Speicherraum der Schule gegangen. Die Tür war vermutlich wegen Bauarbeiten nicht abgeschlossen. Vom Speicherraum aus gelangten die Jungen auf die ursprüngliche Decke der Aula. Die jetzt abgehängte Decke der Aula befindet sich etwa 150 Zentimeter tiefer. Über eine unverschlossene Luke gelangte der Junge dorthin. Die abgehängte Decke besteht aus Holzbalken, die im Abstand von 60 Zentimetern angebracht sind. Die Zwischenräume sind nach unten durch dünne Eternitplatten abgedeckt. Der Elfjährige betrat diese Platten und brach durch. Er stürzte 6,30 Meter tief in die Aula hinunter und erlitt schwere Kopfverletzungen. Er wurde in ein Basler Spital eingeliefert.“

Bernau – Das Hans-Thoma-Museum konnte seinen Bestand an Kunstwerken durch einen guten Teil des Nachlasses des Kunstmalers und Kunstprofessors Arthur Fohr bereichern, berichtete der Alb-Bote am 13. April 1993. Bürgermeister Kistler nahm für das Museum 55 Werke entgegen. Viele Ölbilder zeigen Bernauer Landschaften. Fohr war Schöpfer der dritten Fahne des Männergesangvereins Bernau. Die erste von 1893 stammte von Hans Thoma und fiel 1914 einem Brand zum Opfer. Die zweite Fahne schuf 1923 Thomas Meisterschüler Albert Haueisen, dessen Meisterschüler Albert Fohr war. Da die Fahne nach dem Zweiten Weltkrieg sich in einem schlechten Zustand befand, wurde Fohr mit der Gestaltung der dritten Fahne beauftragt, die er 1953 nach Bernau brachte. Sie gilt als ein Meisterwerk. Der in Mannheim, Karlsruhe und Berlin studierende und zuletzt in Berlin lehrende Kunstprofessor starb 1982 im Alter von 80 Jahren.

Vor 50 Jahren

Stühlingen – Als verdienten Schulmann bezeichnete der Alb-Bote in seinem Bericht vom 3. April 1968 den mit dem Ehrenbürgerbrief der Stadt Stühlingen ausgezeichneten Franz Hug. Der Gewerbeschulrat im Ruhestand vollendete sein 70. Lebensjahr. Er habe sich in überreichem Maße im Dienst für die Allgemeinheit verzehrt, hieß es im Text des Ehrenbürgerbriefs.

Vor 75 Jahren

Riedern am Wald – Der seit Jahrzehnten als Einsiedler in einem abgelegenen Haus im Mettmatal lebende Berthold Indlekofer wurde im April 1943 tot aufgefunden. Der als „Waldmensch“ titulierte und etwa 75 Jahre alt gewordene Mann galt seit Januar als vermisst. Seine seither vom Schnee zugedeckte Leiche lag zwischen Haus und einem Bach. Indlekofer wollte wohl Wasser holen und war vermutlich einem Herzschlag erlegen. Als Schneefall einsetzte, wurde seine Leiche bis zum Tauwetter zugedeckt. In seiner Wohnung wurden viele Fotos von ihm oder mit fremden Leuten gefunden, die bewiesen, dass er öfter Besucher hatte, die sich für diesen Sonderling interessierten. Er galt als sehr intelligent, war lange Stewart auf einem Schiff, sprach Französisch und Englisch und hatte angeblich Unglück in der Liebe, weshalb er sich in die Einsamkeit zurückzog.

Vor 100 Jahren

Waldshut – „Das neue Schuljahr nahm an der hiesigen Volksschule gestern seinen Anfang mit 619 Schülern, 285 Knaben und 334 Mädchen“, berichtete der Alb-Bote am 10. April 1918. Neu aufgenommen wurden 50 Knaben und 58 Mädchen. Die Schule hat dadurch um 60 Schüler zugenommen. An der Schule wirken zur Zeit sechs Lehrkräfte, zwei Hauptlehrer, eine Hauptlehrerin, eine Schulverwalterin und zwei Hilfslehrerinnen. Im Feld stehen ein Ober- und ein Hauptlehrer.“