Vor 25 Jahren

Kreis Waldshut – „Im Juni 1992 mietete sich in einem Hotel im Kreis Waldshut ein 63 Jahre alter Amerikaner ein“, berichtete der Alb-Bote in seiner Ausgabe am 21. April 1993. „Er hinterließ beim Weggang aus dem Hotel im Januar 1993 eine Mietschuld in Höhe von 30 000 Mark. Der Mann brachte es fertig, den Hotelier über Wochen hinweg zu vertrösten. Im Januar 1993 fand der Amerikaner ein neues Domizil. Auch hier gelang es ihm mit der gleichen Masche, den Hotelier zu vertrösten. Neben den Pensionskosten von über 7000 Mark bleiben eine Rechnung für Telefongebühren von 3700 Mark und eine Rechnung für Speisen und Getränke in Höhe von 3000 Mark offen. Jetzt konnte der Mann ermittelt werden. Er wohnt mittlerweile in einem anderen Hotel, dessen Besitzer gut beraten wäre, stündlich abzurechnen.“

Weilheim – „Die Elternbeiträge zu den kommunalen Kindergärten in Weilheim werden ab 1. August 1993 erhöht“, berichtete der Alb-Bote am 21. April. „Der Gemeinderat verabschiedete in seiner Sitzung für den Weilheimer und Nöggenschwieler Kindergarten eine Satzung, bei der die Gebühr für das erste Kind auf 60 Mark monatlich, für das zweite Kind auf 30 Mark festgesetzt ist. Weitere Kinder der gleichen Familie bleiben gebührenfrei. Die bisher geltenden Gebühren betragen 40 beziehungsweise 25 Mark pro Monat. Laut der von der Verwaltung vorgelegten Kalkulation entstehen in den Kindergärten monatliche Kosten von 200 bis 300 Mark pro Kind.“ Ebenfalls erhöht wurden in der gleichen Sitzung die Gebühren für die Erdaushubdeponien in Weilheim und Remetschwiel auf 7,50 Mark je angefangenem Kubikmeter Erdaushub. Die bisherige Gebühr betrug 3 Mark und galt seit Oktober 1990.

Vor 50 Jahren

Tiengen – In Tiengen starb an Ostern 1968 der hochgelobte Altmeister und Künstler, Gipser- und Stuckateurmeister Albert Mutter. Schöpferisches Wirken habe das Leben des gebürtigen Tiengeners, der fast 82 Jahre alt wurde, bestimmt, schrieb der Alb-Bote am 17. April 1968 und erinnerte an viele der Lebenswerke von Albert Mutter, die stets an sein Wirken in unserem Heimatraum erinnern würden.

Vor 75 Jahren

Kreis Waldshut – „Das beste Mittel für jede Hausfrau, Soda zu sparen, ist die Verwendung von Regenwasser“, berichtete der Alb-Bote am 17. April 1943. „Dabei ist es wichtig, nicht nur zum Kochen der Wäsche Regenwasser zu verwenden, dann spart man Soda zum Enthärten des Waschwassers, sondern man soll auch Regenwasser zum Einweichen der Wäsche verwenden. Gerade in Regenwasser löst sich der Schmutz der Wäsche besonders gut. Man braucht zusätzlich viel kleinere Mengen Soda, um eine wirksame Einweichlösung herzustellen, wenn man Regenwasser benützt. Regenwasser greift außerdem die Wäschefaser nicht an, es schont die Wäsche“, heißt es in dem Alb-Bote-Bericht weiter.

Vor 100 Jahren

Hottingen – „In letzter Woche konnte man in unserer Gemeinde eine recht erfreuliche Beobachtung machen“, berichtete der Alb-Bote in seiner Ausgabe am 16. April 1918. „Hoch auf der Leiter, ausgerüstet mit Säge und Baumschere, stand unser verehrter Herr Hauptlehrer Kullmann, um unentgeltlich die Obstbaumpflege derjenigen Familien zu übernehmen, deren Oberhaupt zum Militär eingezogen ist. Auch das ist praktische Kriegsarbeit in der Heimat und gebührt Hauptlehrer Kullmann hierfür volle Anerkennung. Wie wäre es, wenn er sein praktisches Können im Obstbau dadurch der Allgemeinheit zufließen lassen könnte, indem er Lernbegierigen Unterweisung geben würde? Es wäre sicher zum Segen der Gemeinde.“ (hff)