Kreis Waldshut Im Alb-Bot stoht's: Das geschah in der Region vor 25, 50, 75 und 100 Jahren

Vor 25 Jahren erhielt die Feuerwehr Unteralpfen ihr eigenes Gerätehaus und vor 50 Jahren wurde eine Filiale der Deutschen Bank in Waldshut eröffnet.

Vor 25 Jahren

Tiengen – „Die Kolpingfamilie Tiengen erreichte die Nachricht vom Tod ihres früheren Präses, Pfarrrer Hugo Schanzenbach“, berichtete der Alb-Bote am 1. April 1993. „Er starb im Alter von 81 Jahren an seiner letzten Wirkungsstätte im Altenheim Bühl bei Baden-Baden. Schanzenbach war 1949 als Kaplan nach Tiengen gekommen und stand in den darauffolgenden drei Jahren der Kolpingfamilie als Präses vor. In dieser Zeit intensivierte er die Jugend- und Erwachsenenarbeit der Kolpingfamilie und initiierte den Bau des Kolpinghauses. Es wurde 1951 fertiggestellt und diente in den nachfolgenden Jahren vielen Übersiedlern aus den Ostgebieten als vorübergehende Heimat. Die Kolpingfamilie schenkte Schanzenbach zur Einweihung des Kolpinghauses, das sich damals auf dem Grundstück der heutigen Polizeidirektion befand, ein Kreuz, das heute im Vereinsheim am Seilerberg an ihn erinnert. Nach seiner Versetzung nach Haueneberstein bei Baden-Baden gründete Schanzenbach dort eine Kolpingfamilie und bat die Tiengener, ihr Pate zu sein. Zuletzt 1992 besuchte die Kolpingfamilie Tiengen ihren früheren Präses.“

Unteralpfen – „In die Hände spucken heißt es für die Feuerwehr Unteralpfen“, berichtete der Alb-Bote am 2. April 1993. „Das neue Gerätehaus soll endlich Wirklichkeit werden. Allerdings – ein großer Teil der Arbeiten muss in Eigenleistung ausgeführt werden. Das Gebäude, das sich an die Gemeindehalle anschließen wird, wurde vom Weilheimer Architekt Rainer Grübner entworfen, der auch mit der Planung des neuen Kindergartens beauftragt war. Durch seine Lage zwischen Halle und Kindergarten kommt dem Gerätehaus die Funktion einer optischen Brücke zwischen beiden Gebäuden zu. Inzwischen wurden die Fundamente gegossen und die Bodenplatte fertiggestellt. Das Erdgeschoss wird Garage, Werkstatt und Sanitärräume beherbergen. Das Dachgeschoss wird Platz für Aufenthaltsräume bieten. Bisher muss sich die Feuerwehr mit einer Garage im Erdgeschoss des Musikerheims begnügen.“

Vor 50 Jahren

Waldshut – „Das immerhin nicht ganz unbedeutende Ereignis für die Wirtschaft und den Geldverkehr in Waldshut ging ohne offizielle Feier über die Bühne“, schrieb der Alb-Bote am 2. April 1968 zur Eröffnung einer Filiale der Deutschen Bank in der Kreisstadt. Stattdessen gab es einen Scheck für den Sozialfonds der Stadtverwaltung.

Vor 75 Jahren

Waldshut – Der Waldshuter Heimatschriftsteller Paul Körber starb am 1. April 1943 im Alter von 67 Jahren. Der in Sachsen geborene Körber verbrachte nach dem frühen Tod seiner Eltern seine Jugendzeit beim Großvater in Bonndorf. In Freiburg erlernte er den Beruf als Dentist, heiratete 1899 seine Frau Sophie geborene Rünzi, die ihm vier Söhne und eine Tochter schenkte, und eröffnete 1900 in Elberfeld im Ruhrgebiet eine Praxis als Dentist. Dort begann er mit ersten Schreibversuchen. Nach dem Ersten Weltkrieg zog Körber nach Unteralpfen und kurz darauf nach Waldshut, wo er neben seiner Tätigkeit als Dentist zunehmend schriftstellerisch und als Herausgeber tätig wurde. Von Körber stammt der Text des Liedes „Haimet am Hochrhy“.

Vor 100 Jahren

Kreis Waldshut – „Wer einen Gang durch die Felder macht, bemerkt mit Schrecken die siebartige Durchlöcherung des Bodens durch Mäuse“, berichtete der Alb-Bote am 6. April 1918. „Wenn dies noch 14 Tage so weiter geht, ist Futtermangel die unabweisbare Folge. Die massenweise auftretenden Mäuse fressen die Wurzeln ab, sodass junge Keime verdorren. Dieser Gefahr muss sofort gegengesteuert werden. Den landwirtschaftlichen Ortsvereinen muss Mäusegift zur Verfügung gestellt werden.“ (hff)

 

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