Vor 25 Jahren

Eschbach – „Statt Predigt Polizeiprotokoll“, informierte der Alb-Bote am 12. Januar 1993: „Seine Predigt vor den Eschbacher Kirchgängern konnte Pater Hanisch vom Kloster Mariabronnen am Sonntag nicht halten. Stattdessen musste er der Polizei zu Protokoll geben, wie es zu dem Malheur seines Auffahrunfalls gekommen war. Vereitelt wurde die Predigt durch Glatteis auf der B 500, die Pater Hanisch am Sonntag talwärts befuhr. Gegen 8.40 Uhr geriet sein Auto in Höhe der Abzweigung Gaiß ins Rutschen. Der Wagen prallte auf ein vorausfahrendes Auto. Fazit: 5500 DM Sachschaden und ein Geistlicher, auf den die Eschbacher Kirchgänger vergeblich warteten. Ein Mitbruder, der auf die Suche nach dem vermissten Prediger geschickt worden war, sprang in die Bresche. Er konnte die seit 9 Uhr geduldig wartenden Eschbacher eine halbe Stunde später aufklären. Danach begann der verspätete Gottesdienst.

Waldshut – „Die Serie von mindestens 53 Auto-Aufbrüchen zwischen November und 20. Dezember 1992 ist aufgeklärt“, berichtete der Alb-Bote am 14. Januar 1993. „Die Täter, ein 18-jähriger Arbeitsloser und ein 17-jähriger Schüler, beide aus Waldshut, sind offenbar geständig. Die Polizei wirft den beiden Jugendlichen vor, in mindestens 36 Aufbrüchen, bei denen sie es auf die Radioanlagen abgesehen hatten, gemeinsam gearbeitet zu haben. In den übrigen 17 Fällen soll der 17-Jährige allein auf Tour gewesen sein. Bei der Durchsuchung der Wohnungen fand die Polizei Beweismittel und Restbestände aus der Beute, darunter nicht nur Radios, sondern auch andere Wertgegenstände. Sie wurden den Besitzern inzwischen zurückgegeben.“

Vor 50 Jahren

Kreis Waldshut – „Ein schwerer Sturm mit überaus starkem Schneefall führte in den frühen Morgenstunden des gestrigen Sonntags zu Schäden und erheblichen Verwehungen“, berichtete der Alb-Bote am 8. Januar 1968. „Die Landesstraße 157 zwischen Gurtweil und Grafenhausen war für mehrere Stunden gesperrt, da entwurzelte Bäume über die Fahrbahn gefallen waren. Die Räumarbeiten dauerten bis gegen 13 Uhr. Auch die Bundesstraße zwischen Waldshut und Bannholz musste für Stunden gesperrt werden, da starke Schneeverwehungen den Verkehr zum Erliegen brachten und der über das Albtal umgeleitet werden musste.“

Vor 75 Jahren

Kreis Waldshut – Auch im Landkreis konnten die Menschen nicht länger ignorieren, dass der von den Nationalsozialisten vom Zaun gebrochene Zweite Weltkrieg unter den eigenen Soldaten immer mehr Opfer forderte, besonders bei den Kämpfen in der Sowjetunion und hier vor allem in Stalingrad. Am 4. Januar 1943 fanden sich im Alb-Bote allein acht Meldungen über Soldaten, die Osten gefallen waren. Sie stammten aus Stühlingen (zwei Gefallene), Remetschwiel, Heubach, Jestetten, Birkendorf, Wellendingen und Wehr. Der Gefallene aus Wehr war der zweite Sohn, den die Eltern im Zweiten Weltkrieg verloren.

Vor 100 Jahren

Nöggenschwiel – „Herr Bürgermeister Julius Villinger hat auf 1. Januar 1918 sein Amt krankheitshalber niedergelegt“, berichtete der Alb-Bote. „Ein schweres Magenleiden fesselte ihn mehr als fünf Monate ans Krankenlager, erst jetzt hat sich sein Befinden wieder gebessert. Volle 39 Jahre stand er im Dienst der Gemeinde: Zwölf Jahre als Gemeinderat, dann wurde er Schul- und Armenfondsrechner, dazu später Gemeinderechner. 1908 wurde er zum Bürgermeister gewählt. Außerdem hat er seit 1909 das Amt des Steuererhebers inne, das er noch beibehalten wird. Möge ihm vergönnt sein, noch eine Reihe von Jahren der wohlverdienten Ruhe in Gesundheit genießen zu können.“ (hff)