Das Amtsgericht Waldshut-Tiengen hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft am 19. September 2019 einen Hühnerzüchter im Strafbefehlswege rechtskräftig zu einer Geldstrafe in Höhe von 120 Tagessätzen verurteilt. Das teilt die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen mit. Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass er den von ihm gehaltenen Hühnern länger anhaltende erhebliche Leiden zugefügt habe. Gesetzliche Grundlage ist laut Staatsanwaltschaft das Tierschutzgesetz Paragraf 17 Nr. 2 b.

Der Landwirt aus dem Kreis Waldshut hatte im Frühjahr 2019 „bereits seit längerem von den insgesamt 3000 auf seinem Hof gehaltenen Hennen 700 bis 800 unter katastrophalen Umständen in einem dunklen und extrem verdreckten Stall gehalten“, heißt es in der Mitteilung.

Tote Tiere und überall Kot

Zu den im Stall herrschenden Zuständen teilt die Staatsanwaltschaft mit: „Unter anderem war ein großer Teil der Bodenfläche, auf der die Hühner sich aufhielten, bis zu knietief mit feuchter Gülle, ein anderer Teil mit zahlreichen Hühnerkadavern bedeckt. Auch die hölzerne Rille, in welcher die Eier der Hennen zum Einsammeln aus den Nestern abrollen sollten, sowie ein Teil der Legenester waren darüber hinaus bis zum Rand mit Kot gefüllt. Selbst in der Fütterungsvorrichtung des Stallgebäudes befanden sich Kot und tote Hennen.“

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