Kurz vor Weihnachten gibt es gute Nachrichten für die von Borkenkäfern und Trockenheit geplagten Waldbesitzer im Landkreis Waldshut. Das Land zahlt 3 Euro pro Festmeter Schadholz.

Kein seltenes Bild im Landkreis Waldshut: In einem Waldstück in Ühlingen-Birkendorf sind mindestens drei Hektar Fichtenbestände dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen.
Kein seltenes Bild im Landkreis Waldshut: In einem Waldstück in Ühlingen-Birkendorf sind mindestens drei Hektar Fichtenbestände dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen. | Bild: Peter Rosa

Voraussetzung ist, dass die Anträge dafür bis spätestens 6. Dezember gestellt sind. Damit das knappe Zeitfenster ausreicht, hat das Kreisforstamt ein eigenes Beratungsbüro im Landratsamt in Waldshut eingerichtet.

Das könnte Sie auch interessieren

Damit möchten Landrat Martin Kistler und Helge von Gilsa, Leiter des Kreisforstamtes, sicherstellen, dass die von Trockenheit und Borkenkäfern betroffenen Waldbesitzer wenigstens die drei Euro pro Festmeter bekommen.

Wichtiges politisches Signal

Auch wenn sich Helge von Gilsa eine höhere Unterstützung vom Land Baden-Württemberg gewünscht hätte, so spricht er bei einer Pressekonferenz gleichwohl „von einem wichtigen politischen Signal“ an die Waldbesitzer.

Das könnte Sie auch interessieren

Nicht minder wichtig sei, dass jetzt in den Wäldern aufgeräumt werde. Sprich, dass das vom Borkenkäfer befallene Holz möglichst schnell abtransportiert wird. Doch damit beginnen die Probleme. Denn dieses Holz werde derzeit nur noch in Bayern und Österreich zu geringen Preisen abgenommen.

Das könnte Sie auch interessieren

Bezahlt würde zwischen 18 und 20 Euro je Festmeter. Üblich, so Helge von Gilsa, seien 60 bis 70 Euro pro Festmeter. Der aktuelle Preis sei vor dem Hintergrund der anhaltenden Holzschwemme zwar immer noch gut, decke aber maximal die Kosten für Einschlag und Abtransport.

Borkenkäfermanagerin Elena Kummer erklärt dem Landesministerpräsidenten Winfried Kretschmann während dessen Besuch in Ühlingen-Birkendorf im August 2019, wie der Borkenkäfer die Nährstoffbahnen in der Rinde eines Baums zerstört.
Borkenkäfermanagerin Elena Kummer erklärt dem Landesministerpräsidenten Winfried Kretschmann während dessen Besuch in Ühlingen-Birkendorf im August 2019, wie der Borkenkäfer die Nährstoffbahnen in der Rinde eines Baums zerstört. | Bild: Peter Rosa

Helge von Gilsa rechnet damit, dass sich die Situation in den Wäldern des Landkreises im kommenden Jahr nochmals verschärfen werde. Dies bedeute für viele Waldbesitzer zunächst einen hohen Vermögensverlust, und gleichzeitig sei wegen des geringen Marktpreises kein Geld mehr für die Wiederbewaldung da.

Das könnte Sie auch interessieren

Auch wenn es 2020 im Wald selbst noch zu keiner Entspannung kommen soll, rechnet von Gilsa damit, dass die Zuschüsse im Jahr 2020 von derzeit 3 auf dann 5 Euro je Festmeter erhöht werden.