Ein auffälliges Auto war in den vergangenen Tagen und Wochen in Bad Säckingen. Laufenburg und anderen Städten am Hochrhein unterwegs. Der bunter Opel mit Hamburger Kennzeichen sorgte schnell für Aufsehen. Der Schriftzug auf der Tür verrät den Auftraggeber: "Google Maps". Auf dem Dachgepäckträger des Kleinwagens ist ein Stativ mit kugelförmiger Kamera montiert. Damit fotografiert Google während der Fahrt die Umgebung mit 360-Grad-Bildern, die mit dem Ortungssystem GPS dem jeweiligen Ort zugewiesen werden können.

Veröffentlicht werden diese Aufnahmen aber nicht, wie ein Google-Sprecher auf Anfrage unserer Zeitung sagt. "Die Fahrten der Wagen stehen nicht in Verbindung mit Street View, sondern dienen der Verbesserung des Kartenmaterials auf Google Maps", heißt es aus dem Unternehmen. Damit die Nutzer des Kartendienstes immer mit aktuellen und richtigen Informationen zu versorgen, werden immer wieder die Straßennamen, Streckenführungen und Informationen über Geschäfte und anderer interessanter Orte aktualisiert. Dass Panorama-Bilder der Kamera-Wagen von Straßen aus Bad Säckinger Wohnquartieren demnächst bei Google-Streetview auftauchen, ist somit nicht zu erwarten.

Seit 2007 erweitert das Internetunternehmen seinen Kartendienst Google Maps um die Streetview-Funktion, mit dem die Nutzer in 360-Grad-Fotos aus der Straßenperspektive. Deutschland ist im internationalen Vergleich aber weitgehend noch ein weißer Fleck, lediglich für etwa 20 deutsche Großstädte gibt es bislang solche Aufnahmen online. Immer wieder meldeten Datenschützer Bedenken an und protestierten gegen die Veröffentlichung von Fotos ganzer Straßenzüge. 2011 gab Google bekannt, dass in Deutschland vorläufig keine weiteren Städte hinzukommen sollen.