Kreis Waldshut Gesundheits-Campus in Bad Säckingen rückt in greifbare Nähe

Landkreis Waldshut unterstützt Vorhaben mit 12,7 Millionen Euro. Sozialministerium in Stuttgart signalisiert Unterstützung. Nach Schließung des Krankenhauses in Bad Säckingen steigt die Bettenzahl in Waldshut um 52 auf 303.

Ohne Zeitverzug will der Landkreis Waldshut den Gesundheits-Campus in Bad Säckingen realisieren. Und zwar mit Unterstützung in Höhe von 12,7 Millionen Euro. Rund sieben Millionen Euro stünden, so Landrat Martin Kistler, ab sofort zur Verfügung. Sobald das endgültige Konzept stehe, sollen Zuschüsse beantragt werden. Die Konzeptausschreibung für den Campus soll in der Sitzung des Kreistages am Mittwoch, 13. Dezember, verabschiedet werden. Das Sozialministerium begrüßt die ersten Ideen.

Ein wichtiger Schritt erfolgte in der jüngsten Sitzung des Finanz- und Verwaltungsausschusses des Kreistags. Hier wurde die Finanzplanung für den Campus auf den Weg gebracht. Etwa sieben Millionen Euro werden in den Haushalt 2018 eingestellt. Die restlichen fünf Millionen Euro sollen auf die Jahre 2019 und 2020 verteilt werden. Folgt der Kreistag am 13. Dezember dem Votum des Ausschusses, steht der neuen Bad Säckinger Gesundheitseinrichtung augenscheinlich nichts mehr im Weg. Denn das zuständige Stuttgarter Sozialministerium soll nicht nur eng in die Konzeptentwicklung eingebunden werden, sondern signalisierte nach einen Informationsbesuch von Landrat Kistler und Klinik-Geschäftsführer Hans-Peter Schlaudt auch Zustimmung zu den Campus-Plänen. Außerdem, so Kistler weiter: "Alle notwendigen Arbeiten seitens des Landkreises und der Stadt laufen." Allerdings stellte er auch klar, dass bei der Umsetzung sauber gearbeitet werden müsse.

Auf einen exakten Zeitplan wollte sich der Landrat gestern nicht festlegen, stellte aber unmissverständlich klar, dass das Konzept ohne Verzögerungen umgesetzt werden solle. Und: "Sobald das Konzept steht, geht es los, denn die Mittel stehen jetzt auch haushaltstechnisch zur Verfügung." Bei seinem Besuch in Stuttgart habe er dem Ministerium neben der Beschlusslage des Kreistages bereits auch erste Ideen zum Gesundheits-Campus mit dem Zentrum für Altersmedizin in Bad Säckingen vorgestellt. Das Ministerium, so Kistler, habe sich grundsätzlich offen für innovative Ideen in der "sektorenübergreifenden Versorgung" gezeigt.

So geht es in Waldshut weiter

Parallel zur Vorstellung der Campus-Ideen wurden in Stuttgart auch die Auswirkungen der Krankenhausschließung in Bad Säckingen zum 31. Dezember besprochen. Demzufolge würden im Spital Waldshut zunächst kurzfristig 303 Betten aufgestellt, also 52 mehr als bisher. Die Fachabteilung Geriatrie und die Belegabteilung Gynäkologie würden nach Waldshut verlegt. Zur Bewältigung des erhöhten Aufkommens seien Veränderungen und Investitionen in die Notaufnahme und der nachgelagerten Abteilungen vorgesehen. Bis zur Fertigstellung eines Zentralkrankenhauses seien weitere Ertüchtigungsmaßnahmen im Spital Waldshut notwendig, die mit dem Ministerium abgestimmt werden sollen.

 

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