Der Heimatforscher Heinrich Dold aus Dogern wurde am Tag des Ehrenamtes von Landrat Martin Kistler mit der Staufermedaille ausgezeichnet. Mehrfach wurden in der vom Männergesangverein Liederkranz Dogern umrahmten Feierstunde im Dogerner Bürgersaal die Verdienste des engagierten Bürgers und Vereinsmenschen gewürdigt. Bürgermeister Fabian Prause sprach in seiner Begrüßung von einem „wandelnden Archiv in Dogern“. Für Landrat Martin Kistler sei Heinrich Dold ein „personifiziertes Lexikon“, das sicherlich noch viele neue Ideen zur Erhaltung des Heimatgedankens und Bewahrung der Historie habe und mit der Unterstützung der Gemeinde Dogern rechnen könne.

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„Wissen, Arbeitskraft und Freizeitverzicht haben Sie hinter Ihr Privatleben gestellt und sich für das Gemeinwohl eingesetzt“, lobte Landrat Martin Kistler, der an die Vita des 77-jährigen Heinrich Dold erinnerte. Er, der bis 2004 als Zimmermeister 37 Jahre seinen eigenen Betrieb in Dogern hatte, habe sein Wissen nicht für sich behalten, sondern in Vorträgen und mit Schriften dazu beigetragen, dass die Heimatgeschichte erfahrbar und lebendig bleiben könne. „Sie haben die regionalen historischen Zusammenhänge thematisiert und das Bewusstsein für historische Traditionen geweckt“, so der Landrat. Gleich mehrfach wurde das Engagement des Geehrten beim Erhalt historischer Bauwerke ebenso erwähnt, wie das Engagement des heutigen Ehrenredmanns innerhalb der ehemaligen Grafschaft Hauenstein.

Leopold Freiherr von Schönau-Wehr, MdB Felix Schreiner, lobten das Engagement des Heimatforschers Heinrich Dold ebenso wie Dogerns Bürgermeister Fabian Prause, der ehemalige Landrat Norbert Nothelfer und Landrat Martin Kistler. Bild: Doris Dehmel
Leopold Freiherr von Schönau-Wehr, MdB Felix Schreiner, lobten das Engagement des Heimatforschers Heinrich Dold ebenso wie Dogerns Bürgermeister Fabian Prause, der ehemalige Landrat Norbert Nothelfer und Landrat Martin Kistler. Bild: Doris Dehmel

Die Ehrung mit der Staufermedaille, die von der Vereinigung der Ehemaligen Junggesellen aus Waldshut angeregt wurde, erhielt mit Heinrich Dold ein echter Vereinsmensch. Schon als kleiner Junge gehörte Heinrich Dold dem TV Waldshut an, war bei den Pfadfindern und der Junggesellenschaft und kam 1974 zum Männergesangverein Liederkranz Dogern.

Liebe zur Historie

Der zwischenzeitlich zum Sachverständigen zur Erhaltung historischer Bausubstanz ernannte Heinrich Dold, hat an vielen praktischen Beispielen bewiesen, dass er seine Kollegen mit der Liebe zur Historie anstecken und sie zur Mithilfe überzeugen konnte. Als Beispiele dienen hier die Herrenstube, die Spitalkapelle und der Spitaleckturm in Waldshut, aber auch das alte Dogerner Speicherhaus und heutige Buswartehäuschen, ebenso wie mit die Einungsmeisterstube und die Waffenkammer im Dogerner „Hirschen“.

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Der CDU-Bundestagsabgeordnete Felix Schreiner und Leopold Freiherr von Schönau-Wehr, beide aus der jüngeren Generation, lobten das Engagement des agilen Heimatforschers aus Dogern, dessen Wissen um die Historie ein Schatz sei, der bewahrt werden müsse. Für ein farbiges Bild sorgten die Vertreter der historischen Einungsmeistergesellschaft, deren Redmann Gerhard Neugebauer es am Ende der Feierstunde für alle nachvollziehbar auf den Punkt brachte: „Wenn diese Ehrung einer verdient hat, dann bist es du Heinrich Dold, Ideengeber und Motor zugleich.“