Mit neun schlug Felix Finkbeiner 2007 als Grundschüler vor, dass Kinder eine Million Bäume zur Verbesserung des Weltklimas pflanzen sollten. Zusammen mit Klassenkameraden gründete er "Plant for the Planet" und setzte vor seiner Schule einen ersten Baum in die Erde. Inzwischen wurden durch die Initiative bereits Abermillionen Bäume gepflanzt. "Plant for the Planet" hat heute 130 Mitarbeiter und 70.000 Mitglieder in 67 Ländern und setzt seine Arbeit im Auftrag der Vereinten Nationen fort. 2018 zeichnete Bundespräsident Frank-Walter den 20-Jährigen mit dem Bundesverdienstkreuz aus. Nun kommt Felix Finkbeiner auf Einladung der Initiative Murg im Wandel zum Murger Zukunftsgespräch.

Generationen- und grenzüberschreitend

"Weil ich länger lebe als Du. Wie Kinder die Welt verändern können", ist der Vortrag betitelt, den Finkbeiner am Montag, 15. Oktober, um 18.30 Uhr in der Murger Murgtalhalle halten wird. Das 15. Murger Zukunftsgespräch seit 2013 ist das erste generationen- und grenzüberschreitende. Eingeladen zu der Veranstaltung sind Menschen zwischen 9 und 99 Jahren, ausdrücklich von beiden Seiten des Rheins. "Knapp 200 Personen haben sich bereits angemeldet", sagt Cornelia Kammerlander für Murg im Wandel.

Dem Zukunftsgespräch mit Finkbeiner folgt am fünf Tage später ein weiterer grenzüberschreitender Anlass. Rund 100 Kinder im Alter von 9 bis 13 Jahren aus Deutschland und der Schweiz kommen am Samstag, 20. Oktober, in der Murgtalhalle zu einer ganztägige „Akademie“ zusammen. "Die Teilnehmer erhalten wichtiges Hintergrundwissen zur Klimakrise und zu Möglichkeiten kindgerechten Engagements und zwar nicht von Erwachsenen, sondern von Gleichaltrigen", so Kammerlander. Höhepunkt ist eine Baumpflanzaktion im Murger Wald.

15 deutsche und drei Schweizer Schulen bei Akademie

Bei der Akademie vertreten sind 15 Schulen, davon drei aus der Schweiz. Mit dabei sind natürlich Schüler aus Murg von der Murgtalschule und der Naturparkschule Niederhof. Aus Bad Säckingen kommen die Rudolf-Graber-Schule, das Scheffel-Gymnasium und die Josef-Anton-Sickinger-Schule Rippolingen, aus Laufenburg die Hans-Thoma-Schule und die Hebel-Schule Rhina, aus Herrischried die Gemeinschaftsschule Hotzenwald. Außerdem machen mit die Freie Waldorfschule Schopfheim, die Gemeinschaftsschule Wehr, die Grundschule Öflingen, die Alemannenschule Wutöschingen und die Freie Waldorfschule Dachsberg mit. Aus der Schweiz kommen die Schule Laufenburg/CH, die Schule Leibstadt und die Pirmarschule Nuglar.