Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LPB) führt den Begriff „Alemannisch“ auf Johann Peter Hebel und seine „Alemannischen Gedichte“ von 1803 zurück. Der Dialekt, in welchem seine Gedichte verfasst sind, schrieb Hebel, herrscht „im Winkel des Rheins zwischen dem Frickthal und ehemaligen Sundgau, und weiterhin in mancherlei Abwandlungen bis an die Vogesen und Alpen und über den Schwarzwald hin, in einem großen Teil von Schwaben.“

Nur drei Fälle und andere Artikel

Alemannisch, so die LPB, ist eine Mischung aus germanischen, keltischen und galloromanischen Sprachen. Das Alemannische zeichnet sich durch drei Besonderheiten aus: Erstens gibt es nur drei Fälle, wodurch der Genitiv mit der Präposition „vom“ gebildet wird. Der Alemanne sagt daher statt „des Mannes“ „vom Maa“. Zweitens benutzt der Alemanne im Vergleich zum Hochdeutschen andere Artikel – zum Beispiel nicht „die“, sondern „der“ Butter.

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Das Alemannische ist nicht auf Baden-Württemberg begrenzt, es wird in Deutschland, Liechtenstein, Österreich, Italien, Frankreich und der Schweiz gesprochen. Ganz anders Badisch, das im nördlichen und südlichen Schwarzwald gesprochen wird. Wobei Badisch eher ein politischer Begriff denn eine eigene Mundart ist. Es besteht aus zwei bis drei verschiedenen Dialektgruppen.

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