Von der Schweiz nach Jestetten

Silvie Hoffmann (49) ist in Schaffhausen (CH) geboren und aufgewachsen. Seit 2001 wohnt sie mit ihrem Mann in Jestetten und hat drei erwachsene Kinder. Im Frühjahr 2019 wurde sie unter Beibehaltung der schweizerischen Staatszugehörigkeit, deutsche Staatsbürgerin. „Es war schon ein feierliches Gefühl als ich das Gelöbnis gesprochen habe“, sagt sie. Silvie Hoffmann ist Deutschland sehr verbunden, sie kann die deutsche Nationalhymne singen und ist Bayern-München-Fan.

Silvie Hoffmann kam aus Schaffhausen nach Jestetten.
Silvie Hoffmann kam aus Schaffhausen nach Jestetten. | Bild: Ursula Freudig

Sie wollte nicht mehr länger in Deutschland leben ohne die Rechte einer „vollwertigen“ Bürgerin. Endlich wählen zu dürfen und sich politisch einzubringen, war ihr dabei besonders wichtig. Sie arbeitet nach wie vor in der Schweiz als Büroangestellte und fühlt sich rund um wohl in Jestetten und in der Straße, in der sie wohnt. Es wäre mit ihren Worten, eine sehr offene Straße, eine Multi-Kulti-Straße mit einem guten Miteinander. Sie hat generell wenig Sinn für Grenzen: „Wir sind alle Menschen.“

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Von Syrien nach Laufenburg

Nawras (30) ist Ende 2015 aus Syrien nach Deutschland gekommen. Er wohnte in Göttingen und Frankfurt, bevor er vor rund einem Jahr nach Laufenburg kam. Derzeit macht er bei der Postbank Bad Säckingen eine Ausbildung zum Bankkaufmann. In seinem Heimatland hat er Geschichte studiert und erlebt wie „seine“ Universität bombardiert wurde. „Der Krieg hat alles kaputt gemacht und es geht immer weiter“, sagt er. Seine Familie ist „verteilt“ in der Welt, in Syrien lebt nur noch seine Mutter.

Nawras kam aus Syrien nach Laufenburg.
Nawras kam aus Syrien nach Laufenburg. | Bild: Ursula Freudig

Wegen des Krieges und fehlender beruflicher Perspektiven hat er Syrien verlassen. Nawras ist deutscher Staatsbürger geworden, weil er seine Zukunft hier sieht und die freiheitliche, demokratische Ordnung Deutschlands schätzt. Am Anfang hätte er erst lernen müssen, mit allem zurecht zu kommen, aber mittlerweile hätte er schon viele Freunde gefunden. Für ihn ist der Schlüssel um „anzukommen“ die Sprache: „Man muss Deutsch sprechen, sonst macht es keinen Sinn“.

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Von Moldawien nach Dogern

Tatiana Gerling (37) ist seit 12. November 2019 deutsche Staatsbürgerin. Sie kommt aus Moldawien (Moldau) und hat der Liebe wegen ihre Heimat verlassen. Übers Internet lernte sie ihren jetzigen deutschen Mann kennen, der nach Moldawien flog, um sie persönlich kennenzulernen. Die Beiden lebten zunächst ab 2013 in der Schweiz, bevor sie 2015 als Ehepaar nach Dogern zogen. Anfangs war es eine große Umstellung für Tatiana Gerling und vieles war neu für sie.

Tatiana Gerling kam aus Moldawien nach Dogern.
Tatiana Gerling kam aus Moldawien nach Dogern. | Bild: Ursula Freudig

„In die Blümchen auf den Balkonen der Häuser war ich sofort verliebt, das gibt es bei uns nicht und ich war überrascht, dass hier sogar noch Omas Auto fahren“, erzählt sie. Die Entscheidung für ein Leben in Deutschland an der Seite ihres Mannes nennt sie die beste ihres Lebens. Die Beiden haben eine Tochter, ein zweites Kind ist unterwegs. Der Kontakt zu ihrer Familie in Moldawien ist rege. Ihre Mutter was schon mehrmals hier und gelegentlich fährt die Familie Gerling auch nach Moldawien.

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