Im Zug von Ulm nach Basel das Handy aufladen oder an einem Tisch mit dem Laptop arbeiten. Ab nächster Woche ist dies für Zugfahrer im Verkehrsgebiet Alb-Bodensee möglich, denn die DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH (RAB) stellt ab Dienstag, 1. Mai, im sogenannten Netz 5 von den Zügen der Baureihe VT 611 auf modernisierte der Baureihe VT 612 um.

Neue Züge zwischen Ulm und Basel

Somit kommen auf der IRE-Linie Ulm-Friedrichshafen-Singen-Basel – der Sprinter-Strecke – und schrittweise zwischen Ulm und Donaueschingen modernisierte Züge zum Einsatz, die laut Bahn umfangreiche Verbesserungen bei Reisekomfort und Sicherheit bieten werden. Allerdings sind die modernen Neigetechnikzüge nicht, wie von vielen Fahrgästen gehofft, barrierefrei.

Bahn verspricht Verbesserungen

Die umgebauten Züge bieten neben einem neuen weiß-gelben Design auch einiges an Komfort für die Reisenden. „Die 41 modernisierten Neigetechnikzüge bieten unseren Kunden einen echten Mehrwert“, freut sich David Weltzien, Vorsitzender der Regionalleitung der DB Regio AG in Baden-Württemberg, über den Einsatz der Züge. Die aufgebesserten Zügen verfügen über 146 Sitzplätze, acht davon in der 1. Klasse sowie drei Mehrzweckbereiche mit insgesamt 18 Fahrradstellplätzen.

WLAN, Steckdosen und Tische

Wichtige Neuerungen sind neben neuen Sitzpolstern und Tischen die Steckdosen und eine für die Fahrgäste zur Verfügung gestellte WLAN-Verbindung. Eine Anlage zur Videoüberwachung innerhalb der Züge soll außerdem die Sicherheit für die Reisenden erhöhen. Anders als geplant, sind die neuen Züge nicht von Anfang an mit Hubliften ausgestattet und somit nicht barrierefrei. Die Aufrüstung mit Hubliften soll jedoch nach Auskunft der Deutschen Bahn zeitnah geschehen.

Mehr Raum für Fahrräder

Bis die neuen Fahrzeuge ihre Zuverlässigkeit beweisen haben, hält die RAB noch einzelne Fahrzeuge der Baureihe VT 611 im Ulm betriebsbereit vor. Um zusätzliche Kapazitäten für Fahrgäste mit Fahrrädern zu schaffen, setzt die RAB am ersten Mai-Wochenende sowie täglich in den Pfingst- und Sommerferien im Donautal statt zwei Fahrzeugen der modernisierten Baureihe VT 612 eine Wendezuggarnitur mit separatem Fahrradwagen ein.

Die Veränderungen in Kürze

Die modernisierten und umgebauten Neigetechnikzüge haben Platz für 146 Fahrgäste und bieten viele Neuerungen. Neben Sitzpolstern, einem neuen Fußboden und Tischen gibt es auch Steckdosen und WLAN für die Fahrgäste. Außerdem gibt es 18 Fahrradstellplätze. Für Barrierefreiheit werden später Hublifte sorgen, die nach Angaben der Deutschen Bahn bei den Zügen zeitnah nachgerüstet werden. Eine Anlage zur Videoüberwachung soll die Sicherheit in den Zügen erhöhen.