Seit dem 4. August gilt im Landkreis Waldshut ein generelles Verbot der Wasserentnahme aus Oberflächengewässern. Dies Verbot gilt bis Samstag, 15. September, schreibt das Landratsamt in einer Pressemitteilung. Nun wird das Verbot um einen Monat verlängert.

Laut Wetterprognose für die zweite Septemberhälfte und die erste Oktoberhälfte ist, abgesehen von einigen Gewitterschauern, nicht mit nennenswertem Niederschlag zu rechnen.

Das Landratsamt Waldshut hat daher mit der dritten Allgemeinverfügung vom 7. September (einzusehen im Internet: www.landkreis-waldshut.de/aktuelles-presse/bekanntmachungen) jegliche Wasserentnahme aus Oberflächengewässern vom 16. September bis zum 15. Oktober untersagt.

„Durch die anhaltende Trockenheit seit etlichen Monaten und die Wetterprognosen für die nächsten vier Wochen bleiben die Wasserstände in den Gewässern, abgesehen von einigen Wasseranstiegen während lokalen Regenereignissen, weiterhin auf sehr niedrigem Niveau.

Die Verlängerung der Allgemeinverfügung bis 15. Oktober war daher aus Gründen des Gewässerschutzes und des Schutzes für den Lebensraum Gewässer geboten“, erklärt Jörg Gantzer, Erster Landesbeamter beim Landratsamt Waldshut.

Das Entnahmeverbot gilt sowohl für alle Wasserentnahmen im Rahmen des Gemeingebrauchs als auch für alle bisher wasserrechtlich erlaubten Wasserentnahmen für die Bewässerung und Beregnung in Landwirtschaft, Forst und Gartenbau. Das Landratsamt Waldshut – Amt für Umweltschutz – kann hier als untere Wasserbehörde in Fällen unbilliger Härte aber eine widerrufliche Ausnahme erteilen, soweit eine Beeinträchtigung des Wohls der Allgemeinheit ausgeschlossen ist.

Betroffen sind alle Wasserentnahmen aus Fließgewässern wie Bächen, Flüssen und Triebwerkskanälen als auch aus Weihern und Seen. Derzeit von Verbot ausgenommen sind lediglich die Entnahmen aus dem Rhein und aus dem Grundwasser im erlaubten Umfang. Mit der Maßnahme sollen die Tiere und Pflanzen in den Gewässern vor einem weiteren Absinken der Wasserstände geschützt werden.

Wer in dieser für viele Fische und Kleinlebewesen kritischen Situation das Verbot ignoriert, riskiert ein empfindliches Bußgeld bis 10 000 Euro.