Am Montagabend wurden drei Leichen aus dem Rhein geborgen, eine bei Wehr-Brennet und zwei weitere bei Jestetten. Laut Polizei handelt es sich bei dem in Brennet gefundenen Toten um einen 24-Jährigen, der seit Freitag vermisst worden war. Gemeinsam mit einem 27-Jährigen war er im Rhein verschwunden und im Rahmen einer Großaktion gesucht worden. Zunächst war gemeldet worden, dass beide sich aus eigener Kraft an Land gerettet hätten, diese Information war aber falsch, wie sich jetzt herausstellt.

Um 18.48 Uhr hatte ein Anrufer der Wasserschutzpolizei am Montag gemeldet, dass eine leblose Person bei Brennet im Wasser treibe. Alarmiert wurden die Feuerwehren Bad Säckingen, Wallbach und Öflingen sowie DLRG und Rettungsdienst.

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Der Mann wurde um 19.13 Uhr durch Feuerwehrkräfte in Höhe des Vereinsgeländes des MSSC Brennet geborgen. Laut Jens Czechtizky, Pressesprecher der Wasserschutzpolizei, handelt es sich um den Vermissten vom vergangenen Freitag. Damals waren in Stein ein 24-jähriger und ein 27-jähriger Mann von der Brücke in Stein in den Rhein gesprungen. Beide seien stark alkoholisiert gewesen.

Bei der Suche nach den Vermissten waren knapp 100 deutsche und schweizerische Einsatzkräfte und sieben Rettungsboote im Einsatz. Zunächst hieß es, dass beide sich aus eigener Kraft retten konnten. Laut Czechtizky habe das aber nur der 27-Jährige geschafft. Die Kantonspolizei Aargau erklärte noch am Dienstag auf Nachfrage: „Man geht davon aus, dass beide an Land gegangen sind“, so Rey. Sicher sei man aber nicht.

Verwirrung am Einsatzort

So widersprüchlich wie diese Aussagen seien auch bereits während der Suchaktion die Aussagen gewesen, so Bad Säckingens Feuerwehr-Kommandant Tobias Förster. Von Polizeiseite habe es geheißen, dass beide Personen an Land gegangen seien, andere wiederum haben Hilferufe gehört, informiert Förster über die Verwirrung am Einsatzort. „Wir haben trotz dieser Aussagen den Rhein von der Holzbrücke bis Schwörstadt abgesucht und den Einsatz erst abgebrochen, als keine Hoffnung mehr bestand“. Er fügt hinzu: „Wäre noch eine Chance für den Vermissten gewesen, hätten wir ihn gefunden.“

Zwei weitere Tote in Jestetten

Fast zeitgleich wurden am Montag flussaufwärts bei Jestetten zwei weitere Tote im Rhein gefunden worden. Die drei Fälle haben laut Polizei wohl keinen Zusammenhang.