Auf ein Miteinander über Parteigrenzen hinweg bei den großen Zukunftsfragen am Hochrhein – von der Autobahn bis zur Gesundheitsvorsorge – schwor Landrat Martin Kistler die zwölf Frauen und 38 Männer des neuen Kreistags ein. Der Kreischef plädierte in der ersten Sitzung für eine neue politische Kultur. Als Landratsstellvertreter bestellte das Parlament die drei Kreisrätinnen Rita Mosel (CDU), Ira Sattler (Freie Wähler) und Ruth Cremer-Ricken (Grüne).

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„Wir können die Zukunft nur gemeinsam gestalten – nicht gegen einander“, sagte Kistler. Kreistagsmitglieder seien laut Gesetz verpflichtet, nur nach ihrer Überzeugung zu entscheiden. Er lege Wert auf enge Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg. „Wir müssten unsere Haltung gegenüber vielem hinterfragen“, forderte der Landrat und ermutigte dazu, „Dinge auszuprobieren, voranzugehen, auch wenn noch nicht jedes letzte Detail geklärt ist, Fehler zu machen und wieder nachzubessern“. Diese bedeute, „wir müssen lernen, damit umzugehen, wenn etwas nicht funktioniert“.

Die Neuen unter den 50 Kreisräten mit Landrat Martin Kistler (von links): Lorenz Eschbach (Grüne, Waldshut-Tiengen), Elvira Horn (Grüne, Rickenbach), Thomas Gehr (CDU, Bad Säckingen), Niklas Nüssle (Grüne, Wutöschingen, mit 25 Jahren der Jüngste), Karin Gallmann (SPD, Wehr), Thomas Kaiser (Freie Wähler, Häusern), Adrian Probst (CDU, St. Blasien), Johannes Sandrock (SPD, Waldshut-Tiengen), Rosemarie Hartmann (Grüne, Klettgau), Ozan Topcuogullari (CDU, Klettgau), Jan Albicker (CDU, Weilheim), Franz Brüstle (FW, Albbruck), Marion Frei (FW, Dettighofen), Johannes Dobler (AfD, Wutöschingen), Rolf Metzger, FDP, Bad Säckingen) und Bernhard Boll, AfD, Waldshut-Tiengen).
Die Neuen unter den 50 Kreisräten mit Landrat Martin Kistler (von links): Lorenz Eschbach (Grüne, Waldshut-Tiengen), Elvira Horn (Grüne, Rickenbach), Thomas Gehr (CDU, Bad Säckingen), Niklas Nüssle (Grüne, Wutöschingen, mit 25 Jahren der Jüngste), Karin Gallmann (SPD, Wehr), Thomas Kaiser (Freie Wähler, Häusern), Adrian Probst (CDU, St. Blasien), Johannes Sandrock (SPD, Waldshut-Tiengen), Rosemarie Hartmann (Grüne, Klettgau), Ozan Topcuogullari (CDU, Klettgau), Jan Albicker (CDU, Weilheim), Franz Brüstle (FW, Albbruck), Marion Frei (FW, Dettighofen), Johannes Dobler (AfD, Wutöschingen), Rolf Metzger, FDP, Bad Säckingen) und Bernhard Boll, AfD, Waldshut-Tiengen). | Bild: Heinz J. Huber

Der parteilose Kreischef wünscht sich unter den Kreisräten einen echten Dialog, der sich an der Sache und an den Fakten orientiere. „Die Demokratie lebt von Emotionen, aber das Rückgrat der Demokratie ist das Argument.“ Seine Forderung ist nachhaltiges Handeln. Bereits heute sehe man die Folgen des Klimawandels in den Wäldern im Landkreis. Der Borkenkäferbefall werde das Landschaftsbild verändern. Entscheidend werde auch, „wie wir die Menschen integrieren, die zu uns geflüchtet sind“, sagte Landrat Martin Kistler.

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Über die Parteigrenzen hinweg wählten alle 46 anwesenden Kreisräte – vier waren verhindert – die Christemokratin Rita Mosel und Ira Sattler von den Freien Wählern zu Landratsstellvertreterinnen. Bei der dritten Stellvertreterin gab es für Ruth Cremer-Ricken von den Grünen nur eine relativ knappe Mehrheit von 26 Stimmen. SPD-Kreisrat Volker Jungmann hatte geheime Abstimmung gefordert. In geheimer Wahl bestellte das Gremium dann die Ausschüsse des Kreistags.

Mit Blick auf den kommenden Neubau der Hochrhein-Klinik in Albbruck bestellte das Gremium einen Die Planung des wohl mehr als 100 Millionen Euro teuren Projektes begleiten von der CDU Tobias Gantert, Thomas Gehr, Stefan Kaiser, Adrian Probst, Claus Schlachter und Manfred Weber, von den Freien Wählern Christian Behringer, Ira Sattler und Gabriele Schäuble, von den Grünen Lorenz Eschbach, Antonia Kiefer und Marita Höckendorff, von der SPD Rolf Rüttnauer und Tilmann Frank, von der FDP Klaus Denzinger und von der AfD Bernhald Boll als ständige Mitglieder.

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