Neuwahlen, ein Abschied und eine Ehrung standen im Mittelpunkt der Hauptversammlung der Innung für Elektro- und Informationstechnik in der Bildungsakademie in Waldshut. Obermeister Peter Keller, der sein Amt sieben Jahre innehatte, übernahm Anfang Mai das Amt des Ausbildungsmeisters in der Bildungsakademie und stellte damit sein Amt als Obermeister zur Verfügung.

Wehmütiger Abschied

„Ich bleibe der Innung in einer anderen Form erhalten“, erklärte Keller. „Ich bin ein bisschen traurig, Ich habe mein Amt gerne gemacht“, ergänzte er. Er habe viel erlebt und viele wertvolle Menschen kennengelernt. Seinen Posten übernimmt für zwei Jahre Dirk Zimmermann, der einstimmig gewählt wurde. Kreishandwerksmeister Thomas Kaiser, der die Wahl geleitet hatte, sagte: „Ich bin gar nicht so gerne gekommen, ein Obermeister, der mir ans Herz gewachsen ist, verlässt uns.“ Und an Keller gewandt: „Diese sieben Jahre waren angenehm mit Dir. Du hast bereits letztes Jahr die höchste Auszeichnung bekommen, die goldene Ehrennadel.“

Peter Keller (links) wurde zum Ehrenmitglied ernannt sein Nachfolger als Obermeister, Dirk Zimmermann, gratuliert.
Peter Keller (links) wurde zum Ehrenmitglied ernannt sein Nachfolger als Obermeister, Dirk Zimmermann, gratuliert. | Bild: Susanne Schleinzer-Bilal

Neu-Obermeister Dirk Zimmermann beglückwünschte den scheidenden Vorstandskollegen der Innung für Elektro- und Informationstechnik: „Jetzt wirst Du auch noch zum Ehrenmitglied ernannt.“ Keller wiederum lobte seinen Nachfolger: „Ich bin froh, dass wir Dich als Nachfolger haben, Du bist die optimale Person, erweist der Innung einen großen Dienst.“

Ausblick auf die Ausbildung

Bei den Gesellenprüfungen sei noch Luft nach oben, erklärte dann Prüfungsvorsitzender Frank Defrenne. Ein Vortrag von Verwaltungswissenschaftler Andreas Hausch über „Arbeits-und Ausbildungsrecht“ rundete die Hauptversammlung ab. Die Geschäftslage sei gut, die Betriebe ausgelastet. Nun gelte es, neue Wege zu beschreiten, um Auszubildende zu finden, sei es durch Facebook oder Youtube, sagte Hausch.

Asylbewerber wichtig für das Handwerk

Ohne Asylbewerber werde es aber in Zukunft nicht gehen. „Wichtig ist es, auch diesen jungen Menschen eine Perspektive zu geben“, erklärte Hausch. „Es ist im Interesse des gesamten Handwerks in Baden-Württemberg, dass es die Sicherheit hat, dass Asylbewerber bleiben dürfen“; erklärte Hausch abschließend. Es gebe seit einiger Zeit die Regelung „Drei plus zwei Jahre“. Er habe noch nie erlebt, dass ein Asylbewerber während der Ausbildung abgeschoben worden sei, erklärte Hausch.