"Ein ganz besonderer Tag für die Blasmusik", so bezeichnete Verbandsdirigent Johannes Brenke das Wertungsspiel des Blasmusikverbandes Hochrhein (BVH) in der Stadthalle Tiengen. Er begrüßte besonders den Musikverein Eintracht Fützen, der als erster bereits kurz vor 9 Uhr vorspielen musste. Gleichzeitig stellte Brenke auch die Jury vor und übergab das Mikrofon an den Moderator Joachim Pfläging, der am Vormittag weiter durch das Programm führte. Dass es ein besonderer Tag für die Blasmusik werden sollte, stellten die zwölf Orchester im Laufe des Tages mit jeweils zwei selbst gewählten Musikstücken in den verschiedenen Leistungskategorien eindrucksvoll unter Beweis.

Obwohl der Musikverein Eintracht Fützen nur am Kritikspiel teilnahm, überzeugten die 51 Musikanten unter der Regie von Carolin Gleichauf in der Kategorie drei mit einem ausdruckstarken und dynamischen Auftritt, der mit einem rasanten Schlussakkord noch besonders untermalt wurde. Es folgte die Bläserphilharmonie Musikschule Südschwarzwald/Klettgau-Gymnasium Tiengen unter der Leitung von Christian Steinlein mit "Dakota" von Jakob de Haan und "Schmelzende Riesen" von Armin Kofler, ebenfalls in der Kategorie drei, eine bemerkenswerte musikalische Vorstellung.

Mit der Trachtenkapelle Hogschür, unter Leitung von Joachim Wehrle, der Spielgemeinschaft Hohentengen/Kaiserstuhl unter Manuel Wagner und dem Jugendorchester des Musikvereins Rickenbach unter Ralf Eckert stellten drei weitere Orchester mit durchweg klassischen Blasmusikkompositionen ihr Können eindrucksvoll unter Beweis, ebenfalls alle in der Kategorie drei. Den Vormittag beschloss das Orchester der Stadtmusik Bad Säckingen unter Federführung von Johannes Brenke mit einer exzellenten Vorstellung in der höchsten Kategorie fünf, in der das Orchester schon immer gespielt hat, so der Moderator.

Nach der Mittagspause übernahm Verbandsjugendleiter Peter Fräßle die Ansage für fünf weitere Orchester in der Kategorie vier (siehe Ergebnisse) sowie das Ensemble der Jüngsten der Stadtmusik Wehr, den Nachos, mit einem Durchschnittsalter von unter zehn Jahren, unter der Leitung von Joachim Pfläging, die ebenfalls nur am Kritikspiel teilnahmen. Auch hier wurde der Jury und den Zuhörern von allen Orchestern hochkarätige Blasmusik vom Feinsten in den unterschiedlichsten Varianten, meist sehr dynamisch, klangvoll und sehr ausdrucksstark geboten. Die Ergebnisse des Wertungsspiels wurde den Teilnehmern im Rahmen der abendlichen Musikparty durch Johannes Brenke und den Präsidenten des Blasmusikverbandes Hochrhein, Felix Schreiner, in Form einer Urkunde unter großem Beifall des zahlreichen Publikums bekannt gegeben. Die Unterhaltung steuerten die Gruppe Blechsach, Gewinner des SWR4-Blechduells, und die Bigband des Verbandsjugendorchesters bei.

Teilnehmer und Ergebnisse

  • 1. Musikverein Eintracht Fützen, Leitung Carolin Gleichauf, Kat. 3, Teilnahme am Kritikspiel
  • 2. Bläserphilharmonie Musikschule Südschwarzwald/Klettgau-Gymnasium Tiengen, Leitung Christian Steinlein, Kat. 3, sehr gut
  • 3. Trachtenkapelle Hogschür, Leitung Joachim Wehrle, Kat. 3, sehr gut
  • 4. Spielgemeinschaft Hohentengen/Kaiserstuhl, Leitung Manuel Wagner, Kat. 3, sehr gut
  • 5. Jugendorchester Musikverein Richenbach, Leitung Ralf Eckert, Kat. 3, hervorragend
  • 6. Stadtmusik Bad Säckingen, Leitung Johannes Brenke, Kat. 5, hervorragend
  • 7. Stadtmusik Wehr/Nachos, Leitung Joachim Pfläging, Kat. 1,Teilnahme am Kritikspiel
  • 8. Stadtmusik Stühlingen, Leitung Erich Stamm, Kat. 4, sehr gut
  • 9. Stadtmusik Waldshut, Leitung Frank Pohl, Kat. 4, gut
  • 10. Stadt- und Feuerwehrmusik Laufenburg, Leitung Klaus Siebold, Kat. 4, gut
  • 11. Stadtmusik Tiengen, Leitung Matthias Beno, Kat. 4 hervorragend
  • 12. Musikverein Wutöschingen, Leitung Franz Brädler, Kat. 4, sehr gut.
  • Das Wertungsspiel: Die Mitgliedsvereine des BVH können in sechs Kategorien (von 1, sehr leicht bis 5, schwer) am Wertungsspiel teilnehmen. Sie müssen je zwei Stücke aus einer Literaturliste der jeweiligen Kategorie vortragen und werden von einer vierköpfigen Jury nach zehn Kriterien bewertet. Das Wertungsspiel gilt nicht als Wettstreit, sondern als musikalische Standortbestimmung für das Orchester. Erstmals führte deshalb ein Jurymitglied im Anschluss an den Vortrag ein Beratungsgespräch mit den Musikanten.