Ganz einfach, ein Experte wusste Antwort und hat uns verraten, dass die dort auf Futtersuche sind. Denn an ihren angestammten Plätzen sieht es derzeit offenbar mager aus. Soweit, so gut. Warum aber die Störche dies gemeinschaftlich tun, ist uns nach wie vor ein Rätsel. Nun, vorstellen können wir uns, dass sich durch die Suche in der Gruppe die Chance erhöht, eine gute Lokalität mit schmackhaften Spezialitäten zu finden. Der Nachteil wäre dann wiederum, dass die gefundenen Futtertöpfe geteilt werden müssen. Wie auch immer, gesichtet wurde Meister Adebar mit seiner gesamten Entourage diese Woche auf ausgedehnten Wiesen bei Bergalingen und in noch größeren Gruppen auf der Mülldeponie Lachengraben. Die eine Örtlichkeit hat wahrscheinlich feine Frosch-Leckerlies zu bieten, die andere richtig schöne, fette Mäuse, was der gemeine Storche auch nicht verschmäht. Offen blieb aber die Frage, welcher Herkunft die hungrigen Vögel sind. Gesichert ist nichts. Vermutet wird vieles. Eine Möglichkeit weist auf einen Schweizer Wohnort hin, nämlich die Storchenstation im schweizerischen Möhlin. Schweizer Störche also, die hier zur Nahrungsaufnahme einreisen? Die Annahme ist nicht ganz unplausibel, zumal die Eidgenossen ja gerne in Heerscharen zum guten und günstigen Speisen „ins Dütsche“ einfallen.