„Die EU ist das erfolgreichste Friedensprojekt der Menschheitsgeschichte“, sagte Brinkhaus vor den CDU-Mitgliedern und Gästen des Bürgerdialogs, zu dem der Kreisverbandsvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Felix Schreiner eingeladen hatte.

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Diese Aussage sei zwar pathetisch, gab Brinkhaus zu, aber der Frieden, der seit 74 Jahren in Mitteleuropa herrscht, sei gefährdet angesichts nationalstaatlicher Tendenzen in Nachbarstaaten. „Wir müssen rausgehen und für dieses Europa kämpfen“, appellierte der Politiker unter Applaus an die Zuhörer.

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In seiner Rede sprach sich Ralph Brinkhaus für einen gemeinsamen Digitalmarkt und eine europäische Armee aus. Aus dem Publikum kamen jedoch auch kritische Stimmen zur EU: „Es gibt zu viele Beschäftigte in Brüssel, und die unzähligen Vorschriften sind unerträglich“, lautete eine Wortmeldung.

Ralph Brinkhaus (Mitte), Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, beim CDU-Kreisparteitag in Dogern. Er wurde begrüßt vom CDU-Bundestagsabgeordneten Felix Schreiner und von der CDU-Landtagsabgeordneten Sabine Hartmann-Müller.
Ralph Brinkhaus (Mitte), Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, beim CDU-Kreisparteitag in Dogern. Er wurde begrüßt vom CDU-Bundestagsabgeordneten Felix Schreiner und von der CDU-Landtagsabgeordneten Sabine Hartmann-Müller. | Bild: Juliane Schlichter

Der frühere Waldshuter Landrat Bernhard Wütz merkte an, dass Bürokratie nur hilfreich sei, wenn von den Betroffenen nicht das gleiche Wissen verlangt werde wie von Experten und nannte als Beispiel Anträge auf Pflegeleistungen. Brinkhaus gab ihm recht: „Um einen Hartz-IV-Bescheid zu lesen, brauchen Sie ein Seminar.“

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Martin Maier aus Kiesenbach sagte an den Gast gewandt: „Wir erwarten, dass beim Bau der A 98 den Worten endlich Taten folgen.“ Bereits als Mitglied der Jungen Union unter dem damaligen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger (1966 bis 1969) habe er die Hochrhein-Autobahn als Thema erlebt, erinnerte sich Maier. Brinkhaus sagte darauf: „Wir sind in Deutschland zu langsam, was die Umsetzung von Infrastrukturprojekten angeht.“

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Mit Blick auf die Wahlen am Sonntag sagte Ralph Brinkhaus: „Die CDU lebt nicht nur von den 246 Bundestagsabgeordneten, sondern von Mitgliedern wie Ihnen in den Ortsverbänden.“ Kreisvorsitzender Felix Schreiner: „Ich bin stolz, dass es in fast allen Orten des Landkreises gelungen ist, eine eigene Liste mit CDU-Kandidaten zu erstellen.“