Für die Inklusion behinderter Kinder in Regelschulen hat der Landkreis 2018 die Summe von 1,16 Millionen Euro aufgebracht. 66 Schulassistenten auf 24 Planstellen sind notwendig, um körperlich und geistig Behinderten den Besuch von Regelschulen zu ermöglichen – Tendenz steigend.

Vor dem Sozialausschuss des Kreistags bezeichnete Landrat Martin Kistler den Aufwand als beträchtlich, er sei aber auch „stolz auf die Leistung des Landkreises“ für die gesellschaftliche Integration der behinderten Menschen.

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Anlass war eine Kooperationsvereinbarung, die das Staatliche Schulamt Lörrach mit dem Kreissozialamt schloss. Das für Behinderte zuständige Amt organisiert demnach die Schul­assistenz für die Schüler, die mit einer Behinderung in der körperlichen, geistigen und motorischen Entwicklung beziehungsweise beim Sehen oder Hören leben.

Seit 2015 können die Eltern wählen, ob ihr Kind an einer allgemeinen oder einer Sonderschule lernen soll. Die Eltern machen von dem Wahlrecht zugunsten der Regelschule zunehmend Gebrauch, bestätigte Amtsleiter Axel Albicker auf Fragen der Kreisräte.

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Die Assistenten beim Schulbesuch kommen aus den Reihen der kreiseigenen Gesellschaft für Familienhilfe (GfFH), deren Mitarbeiterinnen seit vielen Jahren Eltern bei der Erziehung und Familien bei der Alltagsbewältigung unterstützen.

Der neue Hilfebedarf für die jungen Behinderten steigt mit jedem neuen Schuljahr. 2015 brauchten die betroffenen Kinder noch 14 Assistenzen, derzeit sind 66 Teilzeitmitarbeiterinnen unter Vertrag.

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