Landrat Martin Kistler und Holger Karg, Vorstand des evangelischen Sozialwerks Mühlheim, haben diese Woche eine Vereinbarung zur sogenannten finanziellen Einstandspflicht des Landkreises Waldshut unterzeichnet. Der Bau eines Hospizes im Landkreis Waldshut nimmt damit weiter Form an. Darüber hat das Landratsamt in einer Medienmitteilung informiert.

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Das geplante Hospiz an der Bahnhofstraße in Tiengen mit acht Plätzen soll eine bislang bestehende Versorgungslücke im Landkreis füllen. Das Landratsamt schreibt dazu: „Mit dem evangelischen Sozialwerk Mühlheim hat man einen erfahrenen Partner gewonnen, der nicht nur seine Bereitschaft als Investor signalisierte, sondern auch noch den Bau und Betrieb des Hospizes übernimmt.“ Die gesetzlich vorgeschriebene Finanzierung durch die Krankenkassen decke allerdings nur 95 Prozent der laufenden Betriebskosten. Die restlichen fünf Prozent seien durch das Hospiz selbst zu tragen. Dafür ist in diesen Tagen der Förderverein Hospiz gegründet worden. Sein Zeck besteht darin, das jährliche Betriebsdefizit durch Spenden aufzufangen.

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Der Landkreis Waldshut hat sich mit der Vertragsunterzeichnung dazu verpflichtet, in den ersten drei Jahren des Betriebes für die Abdeckung des Defizites aufzukommen, sofern nicht genug Mittel durch Spenden aufgebracht werden. Das Hospiz werde eingerichtet, weil der Landkreis eine Mitverantwortung zum Wohl der Einwohnerinnen und Einwohner sehe, schreibt das Landratsamt weiter. Landrat Martin Kistler habe bereits seit 2016 die auf ehrenamtliches Engagement gegründete Idee eines Hospizes für den Landkreis unterstützt.