Ob Schnee oder Regen, Hunde und Katzen wollen auch bei schlechtem Wetter nach draußen. Während der Großteil der Hunde ganz begeistert die Spuren im Schnee oder Matsch verfolgt, drehen die meisten Katzen bereits nach den ersten Tapsern gleich wieder um.

Doch ähnlich wie für uns Menschen, kann das nasskalte Wetter auch für die Tiere Risiken bereithalten. „Grundsätzlich gibt es keine großen Unterschiede mehr. Heute haben die meisten Durchschnittshaustiere keinen Futtermangel mehr, dennoch können Granulat und Tausalz zu Verletzungen an den Ballen führen“, erklärt Tierarzt Wolfgang Gabrin aus Dettighofen. Das Granulat und Streusalz, das zum Freihalten der Straßen genutzt wird, kann kleine Risse in den Ballen der empfindlichen Pfoten verursachen.

Diese kleinen Verletzungen sind an und für sich nicht schlimm, können Hunde und Katzen aber auf die Nerven gehen. „Gerade Hunde beginnen dann daran zu lecken oder zu nagen, und so entsteht dann die eigentliche Wunde“, erklärt der Tierarzt. „Nach einem Spaziergang empfehle ich, die Pfoten mit warmem Wasser zu reinigen und bei Bedarf mit einer Fettcreme wie Vaseline einzureiben." Abhilfe bei schlechtem Wetter können auch Jacken oder Pfoten-Schuhe schaffen. „Jacken können bei Kurzfellrassen und kalten Temperaturen sinnvoll sein und verschaffen dem Tier Komfort. Es ist ähnlich wie bei uns Menschen, Wärme am Rücken tut auch uns gut“, erklärt der Tierarzt.

Das Tierheim Steinatal in Waldshut-Tiengen achtet bei seinen Schützlingen beispielsweise darauf, die Pfoten nach einem Spaziergang mit einem Handtuch zu trocknen. „Wichtig ist auch, dass Hunde nach einem Spaziergang nicht an einem zugigen Ort liegen“, erklärt Sonja Kositzki, beim Tierheim Auszubildende im dritten Lehrjahr, „das kann zu gesundheitlichen Problemen führen.“ Bei nicht handzahmen Katzen setzt das Tierheim zusätzlich auf Styropor-Boxen, „diese haben ein kleines Loch vorne, damit sich die Katzen draußen, wenn es kälter ist, wärmen können“, zeigt die Mitarbeiterin eine weitere Möglichkeit auf.

Was Tierhalter im Winter auch nicht außer acht lassen sollten, sind Parasiten wie Würmer und Flöhe. Falls im Winter bei den Tieren ein Floh entdeckt wird, kann man ihn mit einem Spray oder Shampoo bekämpfen.