Das geplante Hospiz in der Tiengener Bahnhofstraße fand auch im Kreistag 100-prozentige Zustimmung und kann damit auf Unterstützung durch den Landkreis zählen. Die Krankenstation für todkranke Menschen, für die Landrat Martin Kistler 2016 eine Projektgruppe aus Ehrenamtlichen ins Leben rief, soll neben dem Pflegeheim „Haus am Vitibuck“ gebaut werden. Die Kreisstadt stellt das Grundstück günstig zur Verfügung, das Evangelische Sozialwerk Müllheim baut das Hospiz mit acht Plätzen, einer Tagespflegeeinrichtung und mindestens einer Arztpraxis.

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Ein Hauptproblem solcher Einrichtungen ist laut Landrat, dass die Krankenkassen nur 95 Prozent der laufenden Kosten abdecken. Für die ersten drei Jahre rechnet der Betreiber mit einem Betriebsdefizit von 250 000 Euro. Hier soll der Landkreis vertraglich für die Sicherung des Fehlbetrages der Startphase gradestehen, falls ein Förderverein noch nicht genug Spenden gesammelt haben sollte. Der Kreistag stimmte einstimmig zu.

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Der Förderverein für das Hospiz soll sich neu aufstellen und eine Öffentlichkeitsstrategie zur Gewinnung von Spenden und Sponsoren entwickeln, um langfristig den jährlichen Fehlbetrag auszugleichen. Auch die Service-Club am Hochrhein haben schon Geld gesammelt. Die Verwirklichung des Hospizes sieht Martin Kistler, der selbst der Projektgruppe angehört, in vier bis fünf Jahren.