Einen erschreckenden Auftakt nahm das Pfingstwochenende für die Motorradfahrer in Südbaden. Die Polizei gibt einen Überblick über mehrere schwere, teils sogar tödliche, Unfälle in der Region. Im Verlauf des Samstags vor Pfingsten nutzten laut Polizeibericht viele Motorradfahrer das schöne Wetter für Ausfahrten. Zwischen 9.58 und 18.30 Uhr ereigneten sich an verschiedenen Orten zehn Verkehrsunfälle im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Freiburg, bei dem Motorradfahrer beteiligt waren. Dabei kam es zweimal zu tödlichen und zu weiteren schweren bis lebensgefährlichen Verletzungen.

 

Gegen 9.58 Uhr kam ein 54-jähriger Motorradfahrer im Landkreis Waldshut auf der L 170 von Ebnet in Richtung Bonndorf nach der Steinasäge aus bislang ungeklärter Ursache zu Fall und prallte gegen einen Hang. Er wurde leicht verletzt. Um 10.39 Uhr wurde gemeldet, dass eine 30-jährige Motorradfahrerin auf der B 500 in Höhe des Thurnerpasses in Richtung Furtwangen fuhr und zu Fall kam. Sie wurde laut Polizeibericht ebenfalls leicht verletzt.

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Gegen 11.15 Uhr ereignete sich im Landkreis Lörrach auf der K 6352 zwischen Schopfheim und Gersbach bei der Gemeinde Hasel im Landkreis Lörrach ein Verkehrsunfall, bei dem ein 23-jähriger Motorradfahrer zu Fall kam, er mit seiner Maschine über die Fahrbahn rutschte und er circa 20 Meter eine Böschung hinab stürzte. Das Fahrzeug blieb auf der Fahrbahn. Er war talwärts unterwegs und verlor aus bislang ungeklärter Ursache am Ausgang einer Linkskurve die Kontrolle über sein Motorrad. Er wurde durch den Sturz so schwer verletzt, dass er mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen und notoperiert wurde. Bei ihm besteht weiterhin akute Lebensgefahr.

Kurz nach 12.30 Uhr kam es auf der L 140 zwischen Badenweiler und Tegernau, im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, zu einem Unfall, bei dem eine 25-jährige Autofahrerin bergwärts kurz nach Badenweiler in einer Linkskurve die Spur nicht halten konnte. Sie kam in den Gegenverkehr und kollidierte dort mit einem entgegenkommenden 29-jährigen Motorradfahrer, der stürzte und mehrere, wenn auch keine schwereren Verletzungen davontrug.

Am Nachmittag, gegen 15.50 Uhr stürzte ein 54-jähriger Motorradfahrer auf der L 146 von Happach in Richtung Lehen, oberhalb des Forsthofes hinter einer scharfen Linkskurve. Er wurde durch den Sturz so schwer verletzt, dass er mit dem Rettungshubschrauber in eine nahe gelegene Klinik gebracht werden musste.

Weiterhin in akuter Lebensgefahr schwebt ein 51-jähriger Motorradfahrer, der gegen 16.05 Uhr auf der L 156 von Fischbach nach Schluchsee im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald hinab fuhr. Er überholte laut Polizeibericht das Auto eines 26-Jährigen und kollidierte dabei im Gegenverkehr mit dem Auto eines 55-Jährigen. Auch dieser musste mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht werden, in der er sofort notoperiert wurde.

Um 16.29 Uhr wurde ein Unfall auf der L 151a zwischen Hochsal und Laufenburg (Baden) im Landkreis Waldshut gemeldet. Ein 73-jähriger Motorradfahrer war talwärts unterwegs, als er in einer unübersichtlichen Linkskurve über die Mittellinie in den Gegenverkehr geriet. Er streifte den Außenspiegel eines entgegenkommenden Autos und kam zu Fall. Er erlitt so schwere Verletzungen, dass er noch vor Ort trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen starb.

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Ebenfalls im Landkreis Waldshut kam gegen 17.25 Uhr ein 58-jähriger Motorradfahrer auf der L 148 zwischen Wehr und Todtmoos im Bereich des „Schluchtensteigs“ zu Fall. Er wurde leicht verletzt. Ebenso wie gegen 17.40 Uhr ein 54-jähriger Motorradfahrer, der in der Ortsdurchfahrt von Glottertal (L 112) im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald stürzte.

Gegen 18.30 Uhr kam es noch einmal zu einem tödlichen Verkehrsunfall auf der K 6307 im Landkreis Lörrach von Muggenbrunn nach Todtnauberg kurz vor dem Ortseingang. Ein 20-jähriger Motorradfahrer war talwärts aus Todtnauberg in einer Rechtskurve unterwegs, als er aus bislang unbekannter Ursache in den Gegenverkehr geriet und mit einem entgegenkommenden Auto kollidierte. Er erlitt so schwere Verletzungen, dass auch die sofort eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen durch die Ersthelfer nichts ausrichten konnten. Er starb noch an der Unfallstelle.

Die diesjährige Motorradsaison hatte bereits zu Beginn zu mehreren schweren Verkehrsunfällen geführt. Das Polizeipräsidium Freiburg wird auch in den kommenden Wochen und Monaten mit entsprechenden Programmen reagieren und neben Aufklärung und Fortbildung auch mit einer erhöhten Kontrolldichte präsent sein, heißt es abschließend im Polizeibericht.