Vor 25 Jahren

In einem persönlichen Schreiben hat Landrat Bernhard Wütz dem neuen japanischen Premierminister Morihiro Hosokawa zu seiner Wahl gratuliert, berichtete der Alb-Bote am 13. August 1993. Wütz lernte Hosokawa im Oktober 1988 im Rahmen einer von der Japanischen Gesellschaft für landwirtschaftliche Entwicklung und des von Alt-Bürgermeister und Alt-Kreisrat Karl Sternadl geleiteten deutsch-japanischen Freundeskreises organisierten Studienaufenthalts im Landkreis Waldshut kennen. Bei der Begegnung in Ühlingen-Birkendorf erfolgte ein reger Erfahrungstaustausch zu dem in Japan mit großem Interesse studierten und auch auf die dortigen Verhältnisse übertragenen Programm ,Unser Dorf soll schöner werden'. Im Glückwunschschreiben brachte Bernhard Wütz zum Ausdruck, dass die Besuche japanischer Delegationen in den zurückliegenden 15 Jahren zu einer festen Einrichtung geworden sind. Der Landrat hoffe, dass sich die deutsch-japanische Freundschaft so weiter vertiefen lasse."

"Die Schülerzahlen steigen unaufhaltsam und bei jeder Schulart", berichtete der Alb-Bote am 13. August 1993. ",Wir platzen aus allen Nähten', kommentierte Realschulleiter Kurt Benda die Situation an seiner Schule. Und der Direktor des Klettgau-Gymnasiums, Günter Faller, sieht mit diesem Schuljahr sämtliche Raumkapazitäten restlos erschöpft. ,Es ist alles belebt, einschließlich des Werkraums, in dem Deutschunterricht gegeben werden muss.' Sollte es im nächsten Jahr zu einer weiteren Steigerung der Schülerzahlen kommen, müsse man eine Art Schichtunterricht einführen. Im Gegensatz zur steigenden Schülerzahl ist die Zahl der Lehrkräfte nicht erhöht worden, was zu größeren Klasse, aber auch zu einer Einschränkung im Angebot führe." Die Realschule wurde im neuen Schuljahr von 688 Schülern besucht, das Klettgau-Gymnasium von 846 Schülern.

Vor 50 Jahren

Der Kunstmaler Will Sohl (62) aus Heidelberg-Ziegelhausen war am 11. August 1968 der Hans-Thoma-Preisträger beim 20. Hans-Thoma-Tag in Bernau. Der baden-württembergische Kultusminister Hahn überreichte die Auszeichnung an den Künstler. Als "großzügiger Förderer der Gemeinde Bernau" wurde der Freiburger Regierungspräsident Anton Dichtel zum Ehrenbürger der Gemeinde Bernau ernannt.

Vor 75 Jahren

"Die Steuer für die Müller wurde in früheren Zeiten nach der Anzahl der Mahlgänge erhoben", berichtete der Alb-Bote am 14. August 1943. "Das geht aus einer Klage hervor, die der Müller vom Haselbach im Jahre 1784 beim Magistrat gegen die Bürger von Indlekofen vorbrachte. Er erhob darin Klage, dass die Bürger ihn bei sehr trockener Jahreszeit das Wasser wegnähmen zur Bewässerung ihrer Wiesen, sodass er nur mit einem Gang mahlen könne, während er von dreien die Steuer zahlen müsse. Ob der Müller mit seiner Klage durchgekommen ist, vermerkt die Chronik leider nicht. Es ist aber anzunehmen, da er dadurch in der Arbeitsleistung zwei Drittel Ausfall hatte."

Vor 100 Jahren

"Das Fest Maria Himmelfahrt, das Patrozinium unserer Stadt, ist unter großer Teilnahme nach alter Weise mit Festgottesdienst in der Peter-Thumb-Kirche und feierlicher Prozession begangen worden", berichtete der Alb-Bote am 21. August 1918. "Die Kirche, die Tiengener Hauptstraße, der Prozessionsaltar und der Marienbrunnen waren wieder reich mit Grün und Blumen geschmückt. Die Festpredigt hielt Herr Pfarrer Fehringer von Gurtweil." (hff)