Es ist kurz nach sieben Uhr. Im Tierheim Steinatal machen sich die ersten Tiere bemerkbar. Vereinzelt ist miauen und bellen zu hören.

<strong>Kurz nach 7 Uhr:</strong> Im Tierheim Steinatal erwacht das Leben, die ersten Tiere machen sich bemerkbar.
Kurz nach 7 Uhr: Im Tierheim Steinatal erwacht das Leben, die ersten Tiere machen sich bemerkbar. | Bild: Ursula Freudig

"Mit der Abdeckung der Grundbedürfnisse der Tiere beginnt jeder Tag", sagt Tierheimleiterin Anja Fuchs. Aktuell leben fünf Hunde, rund 40 Katzen, vier Kaninchen, zwei Schildkröten und drei Vögel sowie einige Pensionstiere im Tierheim.

Als erstes nehmen die Tierheim-Mitarbeiter die Hunde an die Leine und führen sie zur Verrichtung ihres Geschäfts nach draußen.

<strong>7.20 Uhr:</strong> Tierheimleiterin Anja Fuchs (links) und Mitarbeiterin Maria Kaiser gehen mit Hunden Gassi.
7.20 Uhr: Tierheimleiterin Anja Fuchs (links) und Mitarbeiterin Maria Kaiser gehen mit Hunden Gassi. | Bild: Ursula Freudig

Danach werden mit Futter gefüllte Teller und Näpfe in die Zimmer, Boxen und Käfige der Tiere gestellt. Eine andere Mitarbeiterin setzt eine Katze in eine Transportbox, um sie zum Tierarzt zu fahren. Es dauert nicht lange, dann wirft eine Mitarbeiterin die Waschmaschine an. Gewaschen wird jeden Tag, oft sogar mehrmals, Tierarztfahrten sind in der Regel ein oder sogar zwei Mal die Woche nötig.

<strong>Gegen 7 Uhr 30:</strong> Die Auszubildende Jennifer Görgen setzt einen Kater in eine Transportkiste, um ihn zum Impfen und Chippen zum Tierarzt zu fahren.
Gegen 7 Uhr 30: Die Auszubildende Jennifer Görgen setzt einen Kater in eine Transportkiste, um ihn zum Impfen und Chippen zum Tierarzt zu fahren. | Bild: Ursula Freudig

Reinigungsarbeiten und weitere Fütterungen nehmen einen guten Teil des restlichen Tags in Anspruch.

<strong>Kurz vor 8 Uhr:</strong> Die Jungkatzen Gaja (links) und Goliath sind an der Reihe und bekommen ihr Futter.
Kurz vor 8 Uhr: Die Jungkatzen Gaja (links) und Goliath sind an der Reihe und bekommen ihr Futter. | Bild: Ursula Freudig

Am Nachmittag steht das Haus interessierten Besuchern offen und Vermittlungsgespräche werden geführt.

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Über den Tag verteilt, zu verschiedenen Zeiten, kommen Ehrenamtliche, um die Hunde auszuführen, insgesamt vier bis fünf Mal am Tag kommen sie nach draußen. Auch "Katzenstreichler" sind unter den Ehrenamtlichen. Sie beschäftigen sich mit scheuen Katzen, damit sie sich an Menschen gewöhnen.

<strong>Gegen 9 Uhr:</strong> Die Ehrenamtliche Helferin Nicole Schmid aus Untermettingen trifft ein und bricht mit den Tierheim-Hunden Petsy (links) und Shira zu einem ausgiebigen Spaziergang auf.
Gegen 9 Uhr: Die Ehrenamtliche Helferin Nicole Schmid aus Untermettingen trifft ein und bricht mit den Tierheim-Hunden Petsy (links) und Shira zu einem ausgiebigen Spaziergang auf. | Bild: Ursula Freudig

Neben ihrer Versorgung fallen im Moment zusätzliche Arbeiten an, denn die Vorbereitungen für den Tag der offenen Tür laufen auf Hochtouren.

Vorbereitungen für den Tag der offenen Tür: Olaf Rosenberg (von links), Anja Fuchs und Maria Kaiser tragen für den Flohmarkt Sachen vom Speicher ins Außengelände.
Vorbereitungen für den Tag der offenen Tür: Olaf Rosenberg (von links), Anja Fuchs und Maria Kaiser tragen für den Flohmarkt Sachen vom Speicher ins Außengelände. | Bild: Ursula Freudig

Beim Tag der offenen Tür Tiere kennenlernen

Die Besucher können am Tag der offenen Tür am 16. September teilweise auch Tiere streicheln und mit Hunden spazieren gehen. Eine Vermittlung von Tieren ist aber nicht möglich. Im Außengelände wird bewirtet. Es gibt Kaffee und Kuchen, Waffeln, Würstchen vom Grill und verschiedene Getränke.

<strong>Großzügige Unterstützung:</strong> Viele Ehrenamtliche unterstützen in vielfältiger Weise das Tierheim – rund 20 solcher hübschen Kissen hat eine fleißige Näherin dem Tierheim geschenkt. Die Kissen werden am Tag der offenen Tür verkauft werden.
Großzügige Unterstützung: Viele Ehrenamtliche unterstützen in vielfältiger Weise das Tierheim – rund 20 solcher hübschen Kissen hat eine fleißige Näherin dem Tierheim geschenkt. Die Kissen werden am Tag der offenen Tür verkauft werden. | Bild: Ursula Freudig

Ein Flohmarkt mit gebrauchten und neuen Sachen rund ums Tier, eine amerikanische Versteigerung eines Gemäldes, Bogenschießen für Groß und Klein, Vorführungen einer Ballschule und Spiel- und Bastelangebote für Kinder gehören zum Programm. Besichtigt werden kann natürlich auch das neue Kleintierhaus, in das bereits erste Tiere eingezogen sind.

Rund ums Tierheim Steinatal

  • Der Tag der offenen Tür: Das Tierheim Steinatal öffnet am Sonntag, 16. September, von 13 bis 17 Uhr seine Pforten. Im Außenbereich wird ein umfangreiches Begleitprogramm mit Verpflegung geboten.
  • Eingeschränkter Betrieb ab Oktober: Grund hierfür sind Sanierungsarbeiten zur Behebung eines Wasserschadens. Mit Unterbrechung ziehen sie sich über Monate hin.
  • Rechtsgrundlage: Jede Gemeinde ist verpflichtet, sich um Sachen und Tiere, die auf ihrem Gebiet gefunden werden, zu kümmern. Die Stadt Waldshut-Tiengen, Murg und Bad Säckingen haben diese Aufgabe per Vertrag dem Tierschutzverein Waldshut-Tiengen und seinem Tierheim Steinatal übertragen und zahlen für die betreffenden Tiere Pensionskosten. Bei Tieren, die in allen anderen Gemeinden gefunden werden, sollten die Finder nach Aussage von Tierheimleiterin Anja Fuchs, zunächst die dortige Gemeindeverwaltung kontaktieren, um das weitere Vorgehen abzuklären.