1. Konfliktsituationen bewusst meiden: „Beispielsweise sollte der Elternteil, der das Kind abholt, bei der Übergabe nicht lange warten müssen. Und Informationen für die Übergabe können auch per Mail weitergegeben werden, sodass man sich nicht am Telefon gegenseitig anschreit“, rät Valeska Rüsch. Denn in Gesprächssituationen würden die Emotionen oft hochkochen.
  2. Sich von Illusionen lösen: „Die Konflikte zwischen den Ex-Partnern sind oft schon einige Jahre alt. Aber trotz Trennung sind viele weiterhin davon überzeugt, der andere müsse sich noch ändern. Von dieser Illusion sollte man sich verabschieden“, so Rüsch.
  3. Klare Strukturen schaffen: „Kinder brauchen oft zwei bis drei Tage, bis sie jeweils wieder voll bei einem Elternteil angekommen sind“, sagt Dieter Scheibler. Mit der Zeit werde es besser, vor allem wenn es klare Regelungen gebe, „Struktur und Ordnung“, so der Psychologe: „Hilfreich sind klare Absprachen. Wichtige Fragen, die das Kind betreffen, sollten die Eltern selbst klären und nicht über das Kind laufen.“
  4. Für das Kind präsent sein: „Kinder brauchen die Sicherheit, dass sie beide Elternteile behalten“, erklärt Scheibler. So müsse etwa klar sein, dass der Papa weiterhin zu den Fußballspielen komme. „Ist der Papa weggezogen, kann er sein Interesse am Fußball in anderer Form deutlich machen, etwa indem er vor oder nach dem Spiel anruft oder per WhatsApp nachfragt, wie es gelaufen ist.“ Wichtig sei die Präsenz in irgendeiner Form. Möglich sei auch, dass das Kind in seinem jeweiligen Zimmer das Foto des „abwesenden“ Elternteils hängen habe.
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