Caroline Düwel ist verantwortlich für die 13 Märkte am Hochrhein und damit für insgesamt 384 Beschäftigte. „Wir können mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein“, sagt die Gebietsleiterin. Bei dem Umsatzzuwachs habe sich freilich auch die Neueröffnung in Grenzach bemerkbar gemacht. Einen Knick nach unten zeigte jedoch im vergangenen Geschäftsjahr der Standort Bad Säckingen. „Die Sanierung des Parkhauses haben wir schon gespürt“, sagt Caroline Düwel. Die Umsatzeinbußen beziffert sie auf rund zehn Prozent.

Gleichzeitig hat die Drogeriekette aber in der Trompeterstadt weitereichende Pläne. So werde der jetzige Standort innerhalb der Lohgerbe umziehen und die frei gewordenen Räumlichkeiten von Miller/Monroe übernehmen. Der Umzug soll im kommenden Frühjahr bis Sommer über die Bühne gehen, sagte Düwel. Grund ist eine Vergrößerung. Derzeit sei man in der Lohgerbe etwas beengt auf 400 Quadratmeter, deshalb sei auch die Produktpalette beschränkt. Nach dem Umzug sollen es auf 650 Quadratmeter besser werden. „Da werden wird unser Angebot auch erweitern können“, so Düwel.

Gleichzeitig plant dm auch eine große Filiale im Rheincenter bei Rewe. Laut der Pläne von Rewe soll im angrenzenden Gebäude des Rewe-Marktes ein 850 Quadratmeter großer dm-Drogeriemarkt einziehen. Zurzeit ist dort noch der Elektronik-Fachmarkt Villringer untergebracht. Stadt und Rewe hatten sich bis vor kurzem über die Frage gestritten, ob dort baurechtlich überhaupt eine Drogerie zulässig ist. Nachdem der Bebauungsplan gerichtlich als fehlerhaft festgestellt wurde, hat die Stadt die Kröte geschluckt. Wie konkret und wie schnell die Drogeriekette die weiteren Pläne im Rheincenter umsetzen will konnte Caroline Düwel nicht sagen. Allerdings ist der Weg dafür bauplanungsrechtlich nun frei.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Mitarbeitersituation am Hochrhein bezeichnete die Gebietschefin als angespannt. Es sei derzeit nicht leicht, Fachkräfte zu bekommen. Der Arbeitsmarkt sei annähernd leergefegt. Dabei mache sich auch die nähe zur Schweiz bemerkbar. Schwieriger noch sei es auf dem Lehrstellenmarkt. Die dm-Chefin am Hochrhein kann jedes Jahr 13 Lehrstellen anbieten – das wär also in jedem der 13 Filialen eine Lehrstellen, bei Vollbelegung könnten hier in allen drei Lehrjahren somit 39 Azubis ihre Ausbildung absolvieren.

Es sei jedoch derzeit nicht möglich, alle Stellen zu besetzen, sagte Caroline Düwel. In diesem Jahr müsste etwa ein Viertel der Lehrplätze unbesetzt bleiben.

dm-Drogerien am Hochrhein

Die dm-Drogeriekette betreibt im Gebietsbereich Hochrhein 13 Filialen mit insagesamt 384 beschäftigten. Die Standorte: Grenzach, Rheinfelden (2 Filialen), Schwörstadt, Bad Säckingen, Laufenburg, Waldshut-Tiengen (2), Erzingen, Stühlingen, Jestetten (2), Lottstetten. Gebietsleiterin ist Caroline Düwel.