Wie hat sich die Flüchtlingssituation im Landkreis entwickelt?

Den Höchststand der Menschen in den Gemeinschaftsunterkünften erreichte der Landkreis nach Auskunft von Pressesprecher Michael Swientek im März 2016 mit 2000 Geflüchteten.

Die Wende setzte bereits im April 2016 ein, als dem Kreis erstmals keine neuen Flüchtlinge zugewiesen wurden. Heute seien noch 285 Menschen in den Unterkünften des Landkreises.

Insgesamt konnten die 32 Gemeinden seit 2014 etwa 1900 Menschen in Anschlussunterbringung übernehmen. „Das ist, gerade auch unter Berücksichtigung des schon damals sehr angespannten Wohnungsmarktes, eine herausragende Leistung“, so Swientek.

Was passiert mit den Gemeinschaftsunterkünften?

Von den einst 19 Unterkünften sind noch fünf aktiv belegt. Die stillgelegten Einrichtungen wurden zwischenzeitlich in der Regel an die Vermieter zurückgegeben, da die Mietverträge ausgelaufen sind, schildert Swientek.

Wie viele Zugänge gab es dieses Jahr?

In den ersten acht Monaten dieses Jahres verzeichnete der Landkreis 112 neue Flüchtlinge. Durchschnittlich sind das 14 pro Monat.

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Wie viele Menschen werden abgeschoben?

Im Jahr 2018 waren es im Landkreis Waldshut ohne die Stadt Waldshut-Tiengen 35 Personen, so Swientek. Im laufenden Jahr wurden 19 Menschen abgeschoben.

Werden Ressourcen für einen neuerlichen Anstieg der Flüchtlingszahlen vorgehalten?

Das Land macht die Vorgabe, dass die Unterkünfte des Landkreises zum Jahresende mit 75 Prozent belegt sein müssen. Im Jahr 2020 wird dies auf 80 Prozent erhöht. Man könne also nicht wirklich von einer Vorhaltung von Ressourcen sprechen, so Swientek. Das Land habe auch seine eigenen Kapazitäten in den Landeserstaufnahmeeinrichtungen zurückgefahren.