Bad Säckingen

1836 wird in Säckingen die Seidenbandweberei Bally und Söhne (Kanton Solothurn) gegründet. Später wurde das Unternehmen unbenannt in Seiba, heute Global Safety Textiles. Das Unternehmen existiert noch heute. 1856: Seidenbandweberei Kern & Sohn, Basel, wird in Säckingen gegründet, ebenso die Baumwollweberei des Säckingers Ignaz Berberich.

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1857 kam es zur Gründung der Baumwollweberei Hüssy & Künzli, 1879 der Seidenweberei Sarasin aus Basel. 1881 entsteht die Niederlassung der Edwin Naef AG, Zürich, in der Trompeterstadt. 1909 eröffnet die Firma Reis, ebenfalls aus Zürich, eine Seidenweberei in Obersäckingen.

Früher: Bis Mitte der achtziger Jahre war die Firma Seiba am Ballyweg in Bad Säckingen ein wichtiger Arbeitgeber in der Region.
Früher: Bis Mitte der achtziger Jahre war die Firma Seiba am Ballyweg in Bad Säckingen ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. | Bild: Gedächtnis

Wehr

1837 öffnet die Niederlassung Firma Herosé aus Aarau in Wehr, in den Jahren danach die Firmen Baumgartner-Schaub, Leupold, Nefflin & Rupp und Alfred Hauber. 1881 kommt es zur Gründung der Mechanischen Buntweberei Brennet, die die Produktion erst vor wenigen Jahren ebenfalls eingestellt hat.

Lauchringen

1834 gründet der Schweizer Johann Müller die Spinnerei Lauffenmühle. Das Unternehmen existiert heute noch.

Murg

Hüssy & Künzli baut 1857 eine Produktion auf. Ab 1870 gibt es auch die Färberei, Trocknerei und Zwirnerei Häußler.

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Laufenburg

Die Gebrüder Naef gründen 1893 eine Weberei, 1895 geht die Firma Eggemann, Lange und Co. in Betrieb. In Binzgen wird ab 1890 Garn hergestellt.

Hotzenwald

1858 kommt es zur Gründung der Baumwollspinnerei Hermann Rauber in Tiefenstein, 1865 der Baumwollspinnerei Gebrüder Schmidt aus Waldshut in Tiefenstein. In Hottingen beginnt 1906 eine Filiale der Zell-Schönau AG den Betrieb (Quelle: Peter Christian Müller; Die Industrie; In: Nachbarn am Hochrhein, Eine Landeskunde der Region zwischen Jura und Schwarzwald, Bd. 2.)

Die Situation heute

Von den zahlreichen Betrieben von einst existieren heute mit einer Produktion am Hochrhein nur noch eine gute Handvoll. Die Lauffenmühle ist ein vollstufiges Textilunternehmen mit Spinnerei, Weberei und Veredelung in Deutschland produziert an den beiden Standorten in Lauchringen und Lörrach-Brombach. Die Lauffenmühle beschäftigt etwa 250 Mitarbeiter.

Heute: Ein aktuelle Blick auf das Areal zeigt, dass die Textilfabrik verschwunden ist. Mittlerweile stellt die Firma Vita hier moderne Zahntechnik her. Im Vordergrund das Scheffelgymnasium, hinten der Bahnhof.
Heute: Ein aktuelle Blick auf das Areal zeigt, dass die Textilfabrik verschwunden ist. Mittlerweile stellt die Firma Vita hier moderne Zahntechnik her. Im Vordergrund das Scheffelgymnasium, hinten der Bahnhof. | Bild: Erich Meyer

Die GST betreibt mit Maulburg, Bad Säckingen und Murg drei Standorte am Hochrhein. Das Traditionsunternehmen wurde 2011 von der südkoreanischen Hyosung-Gruppe übernommen.

Die GST hat sich auf technische Textilien wie beispielsweise Airbags spezialisiert. Das Unternehmen hat weltweit 6000 Beschäftigte davon 355 an den Standorten am Hochrhein.

Ebenfalls noch existent ist die Firma Brutsche in Niederhof. Das Unternehmen produziert nach eigenen Angaben rund 1000 Tonnen Stoffe pro Jahr, das sind 20 bis 25 Millionen Quadratmeter. Ebenfalls existent ist auch noch die Firma Hermann Rauber. Diese wurde von der Firma Brutsche im Jahr 2007 komplett übernommen, erklärt Geschäftsführer Jürgen Brutsche.