Die Abkürzung DB steht bekanntlich für Deutsche Bahn und ruft am Hochrhein nicht nur positive Assoziationen hervor. Denn Verspätungen, überfüllte Züge, defekte Klos und diverse weitere Kalamitäten sorgen dafür, dass der öffentliche Nahverkehr auf der Schiene zwischen Waldshut-Tiengen und Basel kein reines Vergnügen ist. Regelrecht Schnappatmung kommt bei leidgeprüften Bahnbenutzern auf, wenn DB auch noch mit SEV zusammentrifft.

Diese Buchstabenkombination steht für den gefürchteten Schienenersatzverkehr. Der kommt immer dann zum Tragen, wenn wegen irgendwelcher Störungen Busse statt Züge rollen müssen. Ein besonders drastischer Fall machte 2017 landesweit Schlagzeilen, als wegen einer Tunnelbau-Panne die Rheintalstrecke zwischen Rastatt und Baden monatelang gesperrt war und selbst der Fernverkehr umständlich durch Busse überbrückt werden musste. Da ist der SEV noch überschaubar, der wegen des Baus der neuen Bahnbrücke seit 11. Oktober zwischen Albbruck und Bad Säckingen besteht.

Nach derzeitigem Terminplan sollen die Züge ab 29. November wieder durchgehend rollen. Wer in den zurückliegenden Wochen regelmäßig die Kombination aus Straßen- und Schienenverkehr in Anspruch nehmen musste, kann den Verantwortlichen immerhin bescheinigen: In der Regel funktioniert es reibungslos. Weil das Hin und Her aber trotzdem ebenso lästig wie zeitraubend ist, darf das Kürzel SEV nach Abschluss der ganzen Phase neu gedeutet werden: „Super! Endlich vorbei.“