Die "neue Müllabfuhr" mit wöchentlichem Wechsel zwischen Restmüll und Biotonnen macht auch Monate nach der Umstellung noch Probleme. Im Kreistag ging es nochmal um die wöchentliche Sonderabfuhr für besonders geruchsintensive Abfälle. Jetzt wird auch bei Kindertagesstätten jede Woche entsorgt. Beim Grundsatzbeschluss über die nurmehr zweiwöchige Müllabfuhr hatten die Kreisräte für Krankenhäuser, Pflegeheime und ähnliche Einrichtungen eine Ausnahme beschlossen. Wegen der Hygiene kommt der Müllwagen dort weiterhin jede Woche.

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Im Kreistag stellte Landrat Martin Kistler jetzt anheim, dass auch Kindereinrichtungen diesen Service "auf Antrag" in Anspruch nehmen können. Das sei längst beschlossen, rügte Kreisrat Martin Benz (CDU), er fühle sich "veräppelt". Der Landrat bot daraufhin an, dies für Kindertagesstätten wegen der anfallenden Windeln in der neuen Abfallwirtschaftssatzung festzuhalten. Dem stimmte das Gremium mit großer Mehrheit zu.

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Mehrere Kreisräte äußerten sich über die Umstellung der Abfallbeseitigung verärgert. Seit drei Monaten funktioniere in Hohentengen keine Müllabfuhr mehr, kritisierte Martin Benz. Kistler bestätigte Gespräche mit dem Unternehmen, mit dessen Leistung man nicht zufrieden sei. Kreisrat Josef Klein nannte es eine "Sauerei", dass drei Monate nach ihrer Einführung die Biotonnen noch nicht verteilt seien. Elmar Weißenberger vom Abfallwirtschaftsbetrieb kündigte für Mai die fünfte Verteil-Runde der braunen Tonnen an.