Es war ein Schaulaufen alter Schönheiten: Die Eggberg Klassik ließ am Wochenende die Herzen der Oldtimer-Liebhaber höher schlagen.

Bei der vom Automobil Club Bad Säckingen in Zusammenarbeit mit Hubert Hottinger, Sportleiter Karl Wolber und dem ADAC Südbaden organisierten Nachfolgeveranstaltung des Eggbergrennens stand nicht die Schnelligkeit, sondern das Geschick der 155 an den Start gegangenen Automobilisten im Vordergrund.

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Sie stellten sich mit ihren Oldtimern einer „Gleichmäßigkeitsprüfung für historische Fahrzeuge“. Bei ihr galt es, in insgesamt vier Wertungsläufen möglichst genau an die zuvor ermittelte Sollzeit zu erreichen.

Video: Rank, Marion

Die von Freitag bis Sonntag abgehaltene Eggberg Klassik waren etwas für alle Sinne: Wohl jeder der zahlreichen die Strecke säumenden Zuschauer kam auf seine Kosten.

Die einen wollten eins auf die Ohren – lechzten nach dem satten Sound der Formel- und Rennsportwagen, die mit ihrem Geheule an längst vergangene Zeiten erinnerten, als am Eggberg noch richtige Rennen gefahren wurden, und die Zuschauer befürchten mussten, einen Gehörschaden zu erleiden.

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Für die anderen bedeutete das ganze Spektakel einen puren Augenschmaus. Da die Fahrzeuge nicht einfach nur an ihnen vorbeirasten, blieb genügend Muße für Fotos, die Zuschauer knipsten, was es das Zeug hielt.

Nach der Fahrt ist vor der Fahrt: Jetzt muss der Oldtimer von Riccardo Beccarelli erst mal wieder aufgepäppelt werden.
Nach der Fahrt ist vor der Fahrt: Jetzt muss der Oldtimer von Riccardo Beccarelli erst mal wieder aufgepäppelt werden. | Bild: Rank, Marion

Am Freitag wurden die Fahrzeuge abgenommen, am Samstag und Sonntag die Wertungsläufe abgehalten. Mit am Start war ein Ford Modell T aus dem Jahr 1918, das älteste Fahrzeug teilnehmende Fahrzeug. Es war als billiger Gebrauchtwagen in den 40er Jahren in Kanada für Rundstreckenrennen auf Sandbahnen umgebaut worden.

Der Laufenburger Hans Schwander fuhr eine "Gangsterlimousine", wie sie 1934 bis 1957 von Citroën gebaut wurde. Es gab einen MG Kompressor oder einen MG Midget Kompressor aus dem Jahr 1933 zu sehen, einen Morgan Three Wheeler von 1930 sowie weitere Raritäten, alle liebevoll restauriert von ihren Besitzern.

Ein Traum in Grün, mit grünen Ledersitzen und Armaturen aus Holz: Ein Bugatti T 57 Atalante.
Ein Traum in Grün, mit grünen Ledersitzen und Armaturen aus Holz: Ein Bugatti T 57 Atalante. | Bild: Rank, Marion

Die stolzen Automobilisten posierten nur zu gerne für die Zuschauer, speziell im Fahrerlager, wo sich die Fahrer mit den schönsten Fahrzeugmodellen ein buntes Stelldichein in Form, Farbe, Material und Ton gaben. Hier ein roter Rennflitzer, da ein blauer Augen- und Ohrenschmaus, ein paar Meter weiter ein futuristisch anmutendes Modell. Gleich nebenan ein wahr gewordener Traum im satten Grün von Blättern, mit grünen Ledersitzen und Armaturen aus Holz: Ein Bugatti T 57 Atalante. Er begeisterte mit einer Länge von über 4 Metern, einer Breite von rund 1,5 und einem Radstand von 3 Metern.

Gleich wird's laut, wenn diese Flitzer starten und sich vom Fahrerlager aus in Richtung Eggberg bewegen.
Gleich wird's laut, wenn diese Flitzer starten und sich vom Fahrerlager aus in Richtung Eggberg bewegen. | Bild: Rank, Marion