Die Deutsche Bundesstiftung für Umwelt, deren Vorsitzende die SPD-Abgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter aus Lauchringen ist, finanziert dieses Modellprojekt mit 125.000 Euro. Die Idee dazu hatten die Leiterin des Familienzentrums, Ulla Hahn und ihre Tochter Katharina. „Wir wollen, dass unsere Kinder ihrer Umwelt wieder näher kommen. Das Forschen und Entdecken liegt unseren Kindern im Blut“, erklärte Ulla Hahn bei einem Ortstermin in der Firma Fahrzeugbau Eichkorn, zudem auch Bürgermeister Thomas Schäuble und Bundestagsabgeordneter Felix Schäuble erschienen waren. Dort wird der Bauwagen zusammengebaut, der das Zuhause für junge Forscher wird.

Ungeahnte Schwierigkeiten

Der ursprünglich als Ziegenstall dienende Bauwagen fand über Umwegen den Weg ins Abenteuerland. „Der Zustand war schlechter als gedacht, wir mussten den Wagen komplett auseinander nehmen“, erläuterte Bauleiter Andreas Schumpp. Hilfe für den Neuaufbau leistet die Firma Fahrzeugbau Eichkorn. Inhaber Thomas Wurst und sein Team waren von der Idee angetan. „Wir wollten dazu beitragen, ein Projekt zu unterstützen, das unseren Nachkommen zu Gute kommt“, so Wurst.

Das Fahrgestell wurde abgeschliffen und sandgestrahlt; der Rahmen wurde neu aufgebaut und Platz für vier Fenster geschaffen. Auch Kunden der Firma wurden auf den Bauwagen aufmerksam. So sagten Blechner Robert Schneider aus Tiengen und Malermeister Jochen Brockmann aus Lauchringen ihre Unterstützung zu. Auch der Transport samt „Einflug“ ins Abenteuerland per Autokran ist dank der Firma Dominik Hoffmann organisiert.

Weitere Firmen helfen

Vor Ort werden weitere Arbeiten notwendig. So soll es zu der geplanten Terrasse einen behindertengerechten Aufgang geben. Für die Ausstattung der Forschungsstation sponsert Elektromeister Domenik Boll eine Solaranlage, um den Jugendlichen das Thema Energie näher zu bringen. Die Firma Ebi Bedachungen aus Waldshut hat eine Wetterstation gestiftet.

Traum geht in Erfüllung

Für die inhaltliche Umsetzung ist die Sozialpädagogin Daniela Köble zuständig: „Für mich geht ein Traum in Erfüllung“, erzählt die Erzieherin, deren Steckenpferd die Naturpädagogik ist. Sie hat zu den Themen Wasser, Luft und Erde Forschungskisten zusammengestellt. So ist es etwa möglich, einen Wasserfilter selbst herzustellen. Der Start soll im Sommer sein – falls die Pandemie es zulässt. „Wir wollen unser Angebot möglichst allen zugänglich machen und können kaum erwarten, dass es endlich losgeht“, betont Daniela Köble.