Das Personal des Parkschwimmbads wird in diesem Jahr von einem Sicherheitsdienst unterstützt. Das sei aber nur der personell angespannten Situation geschuldet, nicht etwaigen Vorkommnissen im Bad, betont Wolfgang Droll, Leiter der Stadtwerke. Der Dienst soll flexibel an den Wochenenden eingesetzt werden, wenn besonders viel Trubel im Bad herrscht.

Partner der Stadt ist das örtliche Unternehmen Sicherheitsdienst 3-Ländereck. Dessen Mitarbeiter sollen, ähnlich gekleidet wie die Angestellten der Stadt, an sehr stark frequentierten Wochenenden auf den Liegewiesen unterwegs sein, und dort nicht nur darauf achten, dass es nicht zu laut wird und die Spielregeln fürs Miteinander im Bad eingehalten werden. Gegebenenfalls können sie auch das Hausrecht durchsetzen, sagt Wolfgang Droll. „Sie stehen in ständigem Funkkontakt mit dem jeweiligen Aufsichtsführer und der Kasse“, erklärt Drolll. Im Ernstfall würden die Mitarbeiter des Bades die Securityleute unterstützen und umgekehrt.

Die Schwimmmeister und Rettungsschwimmer sollen sich dadurch auf die Aufsicht an den Becken konzentrieren können. Wie in fast allen Schwimmbädern herrscht in Lörrach Mangel an fachlich ausgebildetem Personal und Auszubildenden. Die Stadt sucht händeringend nach Mitarbeitern. Obwohl man, wie Droll sagt, im Moment mit nur einer unbesetzten Stelle noch ganz gut da stehe. Aber man habe im vergangenen, heißen Sommer, in dem der Ansturm entsprechend groß war, den Angestellten sehr viel zumuten müssen, blickt Wolfgang Droll zurück.

Mit dem Sicherheitsdienst 3-Ländereck habe man nun ein sehr flexibles Modell erarbeitet. „Wir schauen uns an, wie das Wetter am Wochenende wird, und können dann kurzfristig entscheiden, ob wir den Sicherheitsdienst brauchen“, sagt Wolfgang Droll. Und wenn es dann wider Erwarten doch regnet, bekommen die Sicherheitsleute eine Aufwandsentschädigung, müssen aber nicht den ganzen Tag im leeren Bad herumstehen.

Beim Einsatz im Freibad gelte es, auf einer sehr menschlichen Ebene möglichst allen gerecht zu werden, erklärt Sebastian Kutterer vom Sicherheitsdienst 3-Ländereck. Das 2018 gegründete Lörracher Unternehmen stellt seit vergangenem Jahr auch für das Laguna und das Freibad in Weil am Rhein den Sicherheitsdienst. Streitigkeiten schlichten, schauen, dass kein Müll herumliegt, heimliches Sisharauchen unterbinden und Störenfrieden die Grenzen aufzeigen seien Hauptaufgaben einer Security im Freibad. Auch an den Kassen gebe es immer wieder mal Konflikte. „Darum kümmern wir uns auch“, sagt Sebastian Kutterer. Schon allein, damit es in der Schlange an der Kasse durch die Warterei nicht zu noch mehr Unmut komme. Ein Sicherheitsdienst im Freibad sei schon etwas gewöhnungsbedürftig, weiß er. Daher sei es vor allem wichtig zu reden und dabei auch den richtigen Ton zu treffen.