Einige Bäder hatten zwar schon früher geöffnet, aber spätestens seit Pfingsten, und seit die Temperaturen etwas gestiegen sind, läuft im Kreis die Badesaison. Maja Tolsdorf und Kathrin Ganter geben einen Überblick.

  • Lörrach: Bis vor einigen Jahren gab es im Lörracher Freibad einen großen Mangel: keine Pommes am Kiosk. Doch seitdem dieser Mangel behoben ist, fehlt es dem Parkschwimmbad an nichts mehr. Für Kinder gibt es jede Menge Action und meist lässt es sich entspannt schwimmen. Vor allem morgens, von sechs bis acht Uhr beim Frühschwimmen. Auch im Trubel sind die Bademeister tiefenentspannt – zur Freude von Kindern und Jugendlichen. Ältere Besucher und Schwimmer sind davon allerdings weniger entzückt.
  • Weil am Rhein: Früh ins Becken, ab 6.30 Uhr, kann man von Montag bis Freitag auch in Weil am Rhein – und im Gegensatz zu Lörrach kann man in Weil direkt den besten Platz auf der großen Liegewiese für den Rest des Tages besetzen. Falls das Wetter umschlagen sollte, kann man ein Ticket für das direkt benachbarte Laguna Badeland lösen. Wermutstropfen: Das Becken ist klein, und an vollen Tagen ist an sportliches Schwimmen nicht zu denken.
  • Grenzach-Wyhlen: Es ist riesig, das Grenzacher Schwimmbad direkt am Rhein. Das Baden im Fluss ist verboten, muss aber auch nicht sein, denn genau gegenüber befinden sich Industrieanlagen. Deshalb lieber im Schwimmer- oder Nichtschwimmerbecken abtauchen. Die großzügige Parkanlage bietet einen großen Eltern-Kind-Bereich mit schattigen Plätzen.
  • Schopfheim: Süßigkeiten und Pommes gehören zum Schwimmbad dazu. Schon immer. Wer nostalgische Gefühle hegt, ist am Kiosk in Schopfheim genau richtig. Gut, wenn sich Kinder vorschicken lassen. So ist der kleine Ausflug in die eigene Kindheit gut getarnt. Schließlich mutet ein Erwachsener, der für sich Esspapier, Flutschfinger oder Lakritzschnecken kauft, irgendwie seltsam an, oder?
  • Steinen: Das Schwimmbad direkt an der Landstraße kann nicht mit Wellenrutsche oder Fünfmeter-Sprungturm protzen. Doch es hat Charme und sogar Lörracher verirren sich dorthin, hauptsächlich Familien mit kleinen Kindern, die es gern ruhiger haben und den Kinderbereich schätzen.
  • Schwörstadt: Der Rhein ist ein wesentlicher Bestandteil der Lebenskultur im Dreiland. Baden im Fluss gehört einfach dazu. Für bandscheibengeplagte Rückenschwimmer ist der Rhein mit natürlicher Gegenstromanlage ein Traum. In Schwörstadt trennt ein Zaun das Bad vom Fluss, weil die Wasserqualität des Rheins nicht den EU-Richtlinien entspricht. Vom Baden im Rhein lässt sich der Dreiländer aber nicht abhalten.