Mit großem Besucherandrang und bei bestem Wetter begann am Samstag die 36. Regio-Messe. Schwerpunkt ist das soziale und ehrenamtliche Engagement. Unter den knapp 480 Ausstellern sind neben den vielfältigsten Unternehmen auch zahlreiche Städte und Gemeinden, die sich hier von ihrer besten Seite präsentieren.

Bereits am ersten Tag strömten viele Besucher aufs Gelände. Die Messe steht unter dem Motto #TeilDesGanzen und will sozialem und ehrenamtlichem Engagement eine Plattform bieten. „Wir möchten den Menschen etwas zurückgeben“, sagte Geschäftsführer Thomas Platzer. Geschäftsführerin Natalia Golovina hofft, dass die Messe zu einem Treffpunkt für die Menschen werden könne und etwa 60 000 Besucher kommen.

Oberbürgermeister Jörg Lutz lobte das große ehrenamtliche Engagement in der Stadt. Ohne die etwa 300 Vereine wäre die Stadt um einiges ärmer. So verglich er Lörrach mit einem Mosaik, das nur durch alle Bürger gemeinsam zu einem Ganzen werden könne. Die Regio-Messe bleibe ein leuchtender Stern für die Region. Die Messe sei glücklicherweise noch immer ein Besuchermagnet und somit ein Charakteristikum für den Landkreis, so Landrätin Marion Dammann. Ähnlich vielfältig wie die Aussteller sei auch das ehrenamtliche Engagement. So bedankte sie sich bei den zahlreichen Ehrenamtlichen.

Während der Eröffnung präsentierten viele Unternehmen ihr soziales Engagement, wie etwa die Aktion „Kinder helfen Kindern“ der Badischen Zeitung oder die „Stundenspende“ des Energiediensts Lörrach, bei dem die Mitarbeiter Überstunden für soziale Einrichtungen zur Verfügung stellen. Auch an den Ständen gibt es ehrenamtliches Engagement zu entdecken.

So präsentiert sich die Initiative „Murg im Wandel“ mit ihren Angeboten, wie etwa dem Bürgerbus. Als sie nach Murg gezogen sei, sei der Ort nur für das Möbelhaus in der Nähe und als Durchgangsstraße bekannt gewesen, so Monika Duttlinger, die den Bürgerbus fährt. Mitvertreten am Stand sind auch die Murgtal-Fahrten von Heidi Behringer und ihrem Mann, die ihre Kutschen nicht nur rollstuhlgerecht ausgebaut haben, sondern auch eine Kutscherausbildung für Rollifahrer anbieten, wie Hannes Göttl berichtete. Am Dienstag präsentieren sich Ringerinnen und Ringer mit Showkämpfen und Trainingseinblicken.

Wie am Namen erkennbar, richtet sich die Regio-Messe in erster Linie an Aussteller aus der Region. Etwa 70 Prozent der Stände kämen aus der näheren Umgebung, so Golovina, auch Städte und Gemeinden. Die Stadt Lörrach präsentiert sich ganz im Zeichen der Burg Rötteln und stellt ihre touristischen Angebote vor. Dazu gehören Vorträge über Themen- und Erlebnisführungen. Auch die Stadt Kandern wirbt mit ihrem Angebot für Tagestouristen. Gleich an den Ständen nebenan können Besucherinnen und Besucher traditionelle Betriebe oder die Kandertalbahn entdecken. Über die Grenze locken will auch Tourismus Baselland. So präsentiert sich die Römerstadt Augusta Raurica in traditionellen Gewändern mit Gladiatorenhelmen und mit Efeu umrankten Säulen.

Selbst vielen die aus der Region kämen seien die Angebote auf der anderen Rheinseite kaum bekannt, so Karin Kob, Leiterin Kommunikation und Marketing von Augusta Raurica. So etwa die kostenlosen Angebote der Römerstadt oder die Entdeckungsmöglichkeiten im Jura-Gebirge.

Hingegen nutzt die Gemeinde Grenzach-Wyhlen den Messestand auch zum Standortmarketing. So hoffe man etwa, auch Erzieherinnen und Erzieher für die Kindertagesstätten anzusprechen, so Silke d’Aubert und fügte hinzu: „Es ist eine gute Chance Werbung zu machen.“