Lörrach (dam) Die Stadt Lörrach geht einen weiteren Schritt in Richtung digitaler Zukunft. Mit der völlig neu gestalteten und weitgehend neu aufgebauten Website bieten sich für die Bürger auch zahlreiche neue Möglichkeiten, mit der Verwaltung in Kontakt zu treten. Was bei der Abwicklung oder Vorbereitung von Verwaltungsvorgängen online erledigt werden kann und darf, sei mit der neuen Technik möglich, erklärt OB Jörg Lutz. Und noch eine Neuerung bietet der neue Internetauftritt der Stadt Lörrach: Er ist barrierefrei.

Zunächst einmal bietet die städtische Website viele Informationen, die neuerdings in zwei Portale aufgegliedert ist. Von der Stadtseite aus, die mit schönen Lörrach-Ansichten geschmückt ist, geht es entweder ins Portal „Stadt & Bürgerschaft“, wo es Informationen zu stadtpolitischen Vorgängen, zu Planungen und zur Kommunalpolitik gibt. Auch sind in diesem Bereich die Informationen über die Fachbereiche, deren Aufgaben und Projekte enthalten. Das zweite Portal innerhalb der Website heißt „Lörrach erleben“.

Dort sind alle Informationen über Sport- und Kulturveranstaltungen sowie über Freizeit zu finden. In dieser großen Rubrik ist auch der Tourismusbereich mit einer eigenen Abteilung untergebracht. „Lörrach entdecken“ bietet touristische Informationen, die auch für Lörracher interessant sein können. Und über die Schaltfläche „Übernachten“ kommen die Nutzer direkt zu den Angeboten – einschließlich der Möglichkeit, die Verfügbarkeit von Übernachtungsmöglichkeiten online zu prüfen. Über Links gelangen die Interessenten dann zu den eigenen Seiten der Betriebe und können dort buchen.

Interaktivität ist auch bei den eigentlichen Verwaltungsseiten das zentrale Stichwort. Auch wenn Deutschland etwa im Vergleich mit baltischen Staaten in Sachen E-Government und Smart City generell noch etwas hinterherhinkt, bietet das Lörracher Portal doch eine ganze Menge. Insgesamt 191 Formulare sind mittlerweile auf der Website zu finden, 154 wurden zudem auf einen Online-Ausfüllassistenten umgestellt. Manche Formulare reichen schon in der Online-Version aus, um Bescheinigungen oder Dienstleistungen zu bestellen, andere dienen dazu, durch ein frühzeitiges Bearbeiten von Anträgen die Vorgänge zu vereinfachen, die dann im direkten Kontakt mit den Ämtern abgewickelt werden.

Der Digitalisierung in Verwaltungsabläufen seien oft Grenzen gesetzt, wo es um die elektronische Unterschrift geht, sagt OB Lutz. Diese Dinge zu regeln liegt jedoch nicht in der Hand der Stadt. Im Rathaus jedenfalls ist man der Meinung, mit den Möglichkeiten der neuen Website die Dienstleistungsqualität so weit es geht verbessert und zeitgemäß gestaltet zu haben.

Ein weiterer Punkt, um auch den digitalen Weg ins Rathaus niederschwellig zu machen, ist die größtmögliche Barrierefreiheit des städtischen Internetauftritts. Die Seite und alle Links können von einem Vorleseassistenten erkannt werden, sodass auch Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen angesprochen werden.