Ein weiteres Mal beschäftigt ein größerer Fall von Kinderpornografie das Kriminalkommissariat Lörrach. Dieses führte umfangreiche Ermittlungen und wirft knapp zwei Dutzend Verdächtigen vor, Material mit kinderpornografischem Inhalt verschickt zu haben, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Freiburg und der Staatsanwaltschaft Freiburg, Zweigstelle Lörrach, vom Donnerstag.

Den Stein ins Rollen brachte demnach ein Ermittlungsverfahren der belgischen Polizei gegen einen dort wohnhaften Beschuldigten. Die Auswertung der Chatprotokolle führte auch in den Landkreis Lörrach und dort zu einem 43-jährigen Mann. In dessen Wohnung konnte bei einer richterlich angeordneten Wohnungsdurchsuchung umfangreiches Beweismaterial sichergestellt werden. Der Mann wurde mittlerweile unter anderem wegen Besitzes kinderpornografischer Schriften rechtskräftig zu einer mehrmonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. In seiner Vernehmung hatte er angegeben, dass er eine pädophile Neigung habe und auch mit Gleichgesinnten beanstandetes Material über das Internet getauscht habe.

Seine Tauschpartner habe er zunächst über eine Erotik-Teletextseite kennengelernt. Durch umfangreiche Internetrecherchen der Kriminalpolizei Lörrach konnten elf tatverdächtige Tauschpartner im Bundesgebiet ermittelt werden. Die Staatsanwaltschaft Lörrach hat gegen diese Strafverfahren eingeleitet. Ebenso haben die Ermittlungen Hinweise auf zwölf ausländische Nutzer ergeben. Diese Verfahren wurden über das Bundeskriminalamt an die betreffenden Länder abgegeben.